Teilen:

Wird die Käfighaltung für Kaninchen verboten?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.08.2007)

Wien, 30.08.2007

VGT kommentiert heutige Pressekonferenz des SPÖ-Tierschutzsprechers Abg. im Parlament

VGT kommentiert heutige Pressekonferenz des SPÖ-Tierschutzsprechers Abg. im Parlament

Der Obmann des Verein Gegen Tierfabriken, DDr. Martin Balluch, war bei der heutigen Pressekonferenz der SPÖ im Parlament zugegen: "Naturgemäß sehen wir die Arbeitsbilanz der Regierung für den heimischen Tierschutz -- so der Titel der Pressekonferenz -- viel weniger rosig als die SPÖ selbst. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die SPÖ hat auf unsere Anfrage bei dieser Pressekonferenz angekündigt, in der gewerblichen Zucht und Mast von Kaninchen die Käfighaltung zu verbieten! Das wäre ein echter Fortschritt im Tierschutz!"

Und DDr. Balluch führt aus: "Die Kaninchen sind die letzten landwirtschaftlich genutzten Tiere, die in Österreich noch in Käfigen leben müssen. Die Legebatterien für Hühner werden mit 1. Jänner 2009 verboten sein. Bereits seit 1998 ist die Käfighaltung von Nerz, Fuchs, Chinchilla, Nutria und anderen Pelztieren in Pelzfarmen verboten. Nur die Kaninchen müssen weiterhin in diesen anachronistischen Metallgittern sitzen, mit allen schon lange bekannten Problemen: die große Enge, der Gitterboden lebenslang, keine Bewegung, keine Abwechslung, keine Lebensqualität. Mit anderen Worten: die kommerzielle Käfighaltung ist grundsätzlich nicht mehr tragbar in der heutigen Zeit! Es ist sehr erfreulich, dass sich die SPÖ heute bereit erklärt hat, diese Haltungsform in naher Zukunft zu verbieten. Wir hoffen sehr, dass dieses Käfigverbot bald ausgesprochen wird!"

Und weiter: "SPÖ-Tierschutzsprecher hat auch angekündigt, dass die SPÖ den Status von Tieren als Sachen abändern will. Seit 1989 gibt es zwar den §285a im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch, der erklärt, dass Tiere keine Sachen seien. Aber schon im nächsten Satz desselben Paragraphen wird das relativiert und daher der gesamte Paragraph in der gerichtlichen Praxis für einen Nullparagraphen gehalten, d.h. für inhaltsleer. Tiere gelten in Österreich weiterhin als Sachen. Wenn die SPÖ diesem offensichtlichen Missstand, der, wie die Käfighaltung, ebenfalls längst nicht mehr der Mehrheitsmeinung in Österreich entspricht, ein Ende bereiten will, dann kann sie dafür die volle Unterstützung des Tierschutzes in Österreich erwarten. Allerdings wünschen wir uns nicht nur schöne Worte, sondern auch Taten. Wir werden die SPÖ an ihre heute gemachten Versprechen erinnern."

 

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.