Teilen:

Heute: Käfigverbot für Kaninchenproduktion im Parlament!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.12.2007)

Wien, 04.12.2007

VGT sieht darin weltweit vorbildlichen Fortschritt – auch wenn Tierschutzgesetznovelle einige Wermutstropfen enthält

VGT sieht darin weltweit vorbildlichen Fortschritt – auch wenn Tierschutzgesetznovelle einige Wermutstropfen enthält

Anfang 2007 deckten TierschützerInnen die grausamen Bedingungen in der Käfighaltung von Kaninchen für die Fleischproduktion in Österreich auf. Im Sommer forderte der Verein Gegen Tierfabriken VGT, dass analog zum Legebatterieverbot ein Käfigverbot in der Kaninchenhaltung in der nächsten Tierschutzgesetznovelle erlassen werden muss. Die Regierungsvorlage im Ministerrat Anfang November sah noch eine leicht verbesserte Käfighaltung vor, doch konnte die Politik letztendlich von einem vollständigen Käfigverbot in der Kaninchenhaltung überzeugt werden.

Der heute dem Parlament vorgelegte Gesetzesantrag lautet: „Für die Haltung von Kaninchen zur Fleischgewinnung gilt: Der Betrieb von Käfigen ist ab 1. Jänner 2012 verboten.“

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „Dieses Gesetz ist unbestritten ein großer Fortschritt im Tierschutz. Kaninchen sind die vergessenen Nutztiere, bisher gab es weder eine wirkliche Regelung für ihre Haltung, noch überhaupt Statistiken über das Ausmaß ihrer Nutzung. Wir schätzen, dass europaweit 400 Millionen Kaninchen in legebatterieartigen Käfigreihen gehalten werden, um Fleisch und Pelz zu produzieren. Auch in Österreich! Doch dieser Anachronismus aus der Steinzeit des Tierschutzes wird ab 2012 ein Ende haben. Mit diesem vorbildlichen Käfigverbot wird auch die EU dazu angehalten, eine Richtlinie zur Kaninchenhaltung zu erlassen. Wie beim Pelzfarmverbot werden auch hier andere Länder dem Beispiel Österreichs folgen.“

„Allerdings beunruhigt uns die Ausnahmeregelung für Betriebe“, so DDr. Balluch weiter, „die ihre Käfige in den letzten 3 Jahren erneuert haben. Sie sollen bis 2020 weiterhin Kaninchen in winzigen Käfigen halten dürfen. Laut unseren Informationen betrifft das zumindest einen Kaninchenfarmer in Österreich, und ein anderer hat scheinbar aufgrund des drohenden Verbots schnell noch neue Käfige bestellt, um ebenso in den Genuss dieser verlängerten Übergangsfrist zu kommen. Dieser Missbrauch der Toleranz des Gesetzgebers darf nicht akzeptiert werden.“

Neben dem vom VGT als so positiv bewerteten Käfigverbot in der Kaninchenhaltung, gibt es aber auch andere Neuerungen in der Novelle:

Sodomie, sowie der Verkauf von Tieren auf der Strasse und das Kupieren von Hunden österreichischer BesitzerInnen im Ausland werden verboten. „Das ist sicher auch eine positive Entwicklung“, meint DDr. Balluch dazu. „Allerdings, dass Hunde und Katzen in Zoohandlungen wieder gehalten werden dürfen und dass unter gewissen Auflagen die eh schon schwachen Nutztierschutzbestimmungen um 10% unterschritten werden können, sind beides Wermutstropfen des neuen Gesetzes. Der Verfassungsgerichtshof hat ja bereits das Verbot Hunde und Katzen in Zoohandlungen zu halten als eine verfassungskonforme Tierschutzmassnahme bezeichnet. Es verwundert daher schon, dass dieses Verbot wieder rückgängig gemacht wird.“

04.05.2026, Österreich

Schluss mit Vollspalten-Schweinefleisch bei SPAR

Für ein Ende des Verkaufs von Vollspaltenboden-Schweinefleisch bei SPAR

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit - Wer versteckt die "Versuchstiere"?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid