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Flashmob im Museumsquartier

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.06.2009)

Wien, 04.06.2009

Einige Menschen hatten ein Pflaster mit dem Aufdruck §278a über den Mund geklebt

Einige Menschen hatten ein Pflaster mit dem Aufdruck §278a über den Mund geklebt

Das Museumsquartier (MQ) in Wien ist bekannt für seine Beliebtheit als Rastplätzchen im Sommer, für die vielen TouristInnen und WienerInnen, die sich auf den exotischen, aber praktitischen Sitzgelegenheiten im Freien bequem machen und für seine offene, kreative Atmosphäre. Auch gestern (03.06.2009) wieder schien es so, als wäre es ein ganz normaler Sommertag im MQ. Ein paar Interessierte lauschten der Eröffnung einer Vernissage, unzählige Ruhesuchende saßen herum, hatten Spaß oder besuchten eines der vielen Cafes.

Doch irgendetwas war anders: Einige Menschen hatten ein Pflaster mit dem Aufdruck §278a über den Mund geklebt. Diese BesucherInnen verhielten sich am gesamten Areal wie alle andere - aber plötzlich bleiben sie alle gleichzeitig stehen, verharrten minutenlang exakt in der Position, in der sie sich davor befunden hatten, und wirkten wie festgefroren: ein Flashmob.

Immer mehr Menschen folgten neugierig dem Geschehen, bis dann dann ein Aktivist lautstark erklärte, dass es sich hier um eine kreative, friedliche Aktion gegen Polizeizensur und für Meinungsfreiheit handelt. Der §278 bedroht politisches Engagenment der NGOs in Österreich.

Nach 10 Minuten verliessen die 30 AktivistInnen mit ihren Pflastern das MQ, verbeugten sich zum Abschied und ernteten dafür von den anderen BesucherInnen großen Applaus für ihre Performance.

Mehr zur Repression: www.vgt.at/repression

 

 

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