Teilen:

Spitzenpolizist Edelbacher kritisiert Tierschutzanklage

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.06.2010)

Wien, 29.06.2010

"Lassen wir das Kind im Dorf"

„Lassen wir das Kind im Dorf“

Während Expert_innen Österreich als im Griff der (echten) Mafia bezeichnen und monieren, es werde zu wenig gegen organisierte Kriminalität vorgegangen, werden Tierschützer_innen staatlich verfolgt: Einhellig sagten Expert_innen anlässlich einer Podiumsdiskussion des „Standard“, Österreich sei ein Tummelplatz der italienischen und osteuropäischen Mafia. Es sprachen die Journalistin und Buchautorin zum Thema Mafia Petra Reski, der Journalist und ebenfalls Verfasser eines Werks über die Mafia Jürgen Roth, der ehemalige Direktor von Europol Max-Peter Ratzel sowie Mag. Max Edelbacher, vormals Leiter des Wiener Sicherheitsbüros und OECD Berater.

Spitzenpolizist Edelbacher brachte sein Missfallen darüber zum Ausdruck, dass ein Mafiamord nicht nach dem Mafiastraftatbestand § 278a StGB bestraft worden sei, andererseits Tierschützer nach eben diesem § 278a verfolgt werden. Die Begrifflichkeit sei „in eine Schieflage“ geraten und man solle „das Kind im Dorf lassen“ betonte er mit Bezug auf den Tierschutzprozess. Damit äußert sich nach Menschenrechtler_innen und zahlreichen Rechtsprofessor_innen erstmalig ein hochrangiger Polizist ablehnend über die Anwendung des § 278a auf Tierschützer_innen.

Die Journalistin und Mafiaexpertin Petra Reski warnte davor, leichtfertig Personengruppen als Mafia zu bezeichnen. „,Alles ist Mafia' kommt auch aus Mündern von Mafiosi selbst. Da muss man sehr vorsichtig sein“, betonte die Buchautorin.

„Es stimmt schon bedenklich“, sagt ein Beobachter, „Offenbar hat Österreich ein ausgewachsenes Mafiaproblem. Statt sich darum zu kümmern, wird eine Sonderkommission gegen den Tierschutz eingerichtet und 13 Tierschützer_innen angeklagt“

Eine polizeiliche Antimafia-Einheit hingegen, informierte Edelbacher, sei bereits vor Jahren abgeschafft worden.

 

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen

09.06.2026, Wien

Ein veganer Start in den Sommer

Das war die Veganmania MQ 2026!

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!