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1000 Schweine verbrennen wegen fehlendem Brandschutz!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.09.2011)

09.09.2011

Unfassbare Tragödie in neuer Schweinemastanlage in Niederösterreich!

Unfassbare Tragödie in neuer Schweinemastanlage in Niederösterreich!

Ein tragischer Unfall ereignete sich gestern laut orf.at und standard.at im niederösterreichischem Sommerein bei Trautmannsdorf. Schlimm genug, dass so etwas passieren kann, aber noch schlimmer, dass dies kein Einzelfall ist. Immer wieder verbrennen Hühner, Rinder oder Schweine in großer Zahl in Tierhaltungsanlagen!

Beim gestrigen Brand handelte es sich um einen Massentierhaltungsstall, der laut Medienberichten erst vor 2 Jahren gebaut wurde. Trotzdem musste die Feuerwehr erst eine zwei Kilometer lange Leitung zum Stall legen, bis überhaupt mit den Löscharbeiten begonnen werden konnte!

VGT fordert Verpflichtung zu umfassendem Brandschutz

"Unfassbar, dass es scheinbar keine Bestimmungen gibt, um so etwas zu verhindern", ist David Richter, Schweinekampaigner beim VGT entsetzt. "Wir fordern die Verantwortlichen auf, sofort zu handeln, und diese Sicherheitslücke zu schließen. Alle Großstallungen müssen schnellstmöglich mit umfangreichen Rettungseinrichtungen wie Feuermelder, Sprinkleranlagen und Alarmsystemen ausgestattet werden. Weiters muss verhindert werden, dass ein solches Gebäude schon nach Minuten in Vollbrand steht. Es darf nicht sein, dass man zur Tagesordnung übergeht, und der Schaden einfach durch eine Versicherung gedeckt ist, ohne an das unfassbare Leid der Schweine zu denken!"

Massentierhaltung führt zu derartigen Katastrophen

Die Betriebe in der Schweinehaltung werden immer größer, dadurch gibt es auch immer mehr Tierfabriken, in denen hunderte oder tausende Tiere auf engstem Raum eingesperrt sind. Bei einem Ausfall der automatischen Lüftung kann es passieren, dass hunderte Tiere gleichzeitig ersticken. Bei einem Brand ist die Rettung fast unmöglich, da es sich um zahlreiche Buchten handelt, aus denen sich die Tiere nicht selbstständig befreien können. Eine Evakuierung eines Stalles in der Größenordnung von 1000 Schweinen würde wahrscheinlich mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen! Es müssen daher auch ausreichend Brandschutztüren eingebaut werden, um ein qualvolles Ersticken und Verbrennen der Schweine zu verhindern!

"Gleichgültigkeit wäre ein Skandal!"

"Ein solcher Unfall darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Schweine sind leidensfähige Lebewesen! Man muss sich einmal vorstellen, was sich in diesem Stall abgespielt hat!" sagt Richter. "Die Tiere hatten Todesangst, versuchten in Panik über die Buchtenwände zu springen. Verletzten sich wahrscheinlich schwer beim Versuch, der Brandhölle zu entkommen! Und dann starben sie einen qualvollen Tod in den Rauchgasen oder verbrannten bei vollem Bewusstsein! Wenn dieses Ereignis ohne Konsequenzen bleibt, wäre das ein Skandal!"

 

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