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50 Stunden für Versuchstiere - TIERSCHUTZ JETZT ins Tierversuchsgesetz!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.11.2012)

Wien, 16.11.2012

Gleich im Anschluss zur "Nackte-Versuchskaninchen"-Aktion am Linzer Hauptplatz wurde eine Mahnwache für Versuchstiere und für die Verankerung von Tierschutz im Tierversuchsgesetz dort abgehalten.

Gleich im Anschluss zur „Nackte-Versuchskaninchen“-Aktion am Linzer Hauptplatz wurde eine Mahnwache für Versuchstiere und für die Verankerung von Tierschutz im Tierversuchsgesetz dort abgehalten.

Für ein verbessertes Tierversuchsgesetz organisierten VgT AktivistInnen in Linz eine 50 stündige Mahnwache, um den Forderungen weiteren Druck zu verleihen. Tierschutz soll keine Nebensache mehr bei Tierversuchen sein, denn auch die sogenannten „Tiermodelle“ leiden unter Experimenten, die ohne strenge Genehmigungsverfahren sinnlose und schlimme Qualen zur Folge haben.

Die Zeit drängt, das neue Tierversuchsgesetz muss bald umgesetzt werden und ein katastrophaler Entwurf ging bereits durch den Ministerrat. Es ist weder die geforderte Tierombudschaft für Versuchstiere vorgesehen, es gibt noch kein Verbot von Versuchen mit lang anhaltendem Leid geben, und auch der Schweregrad von Tierversuchen wird voraussichtlich nicht veröffentlicht werden. Wie kann es Mitsprache geben, wenn ÖsterreicherInnen nicht ausreichend über Tierversuche in Kenntnis gesetzt werden? Wieso soll Empathie-fähigen Menschen dieses Recht verwehrt bleiben, während emotional abgestumpfte Forscher scheinbar für Menschen Medikamente entwickeln, die im Tierversuch erfolgreich und für Menschen zu 92% wirkungslos oder gefährlich sind? Soll das neue Tierversuchsgesetz an der Oberfläche kratzen oder künftig tatsächlich mehr Schutz für Tiere gewähren?

50 Stunden, Tag und Nacht in der Kälte sind nicht mit einem Versuchstierleben in Gefangenschaft und Pein gleichzusetzen. Deshalb wird es auch in Oberösterreich weitere Aktionen und Demonstrationen geben, bis eine Tierombudschaft für Versuchstiere einführt und lang anhaltendes Leid in der Praxis verboten wird.

Wer sich selbst noch mehr einsetzen möchte, kann selbst für Versuchstiere aktiv werden oder von zu Hause aus zuständige Politiker wissen lassen, dass Tierschutz im Tierversuchsgesetz 91% der ÖsterreicherInnen ein Anliegen ist.

Für selbstverfasste E-Mails:
Forderungen:
- Versuchstier-Ombudschaft
- Fachgremium zur Prüfung, ob Fragen des Kriterien-Katalogs im Antrag richtig beantwortet worden sind (nicht einzelner Beamter)
- Versuche mit lang anhaltendem schwerem Leid generell verbieten
- Transparenz: In der nicht-technischen Beschreibung des Versuchs, die veröffentlicht wird, muss auch die Versuchsanordnung angegeben sein
- Eine rückblickende Bewertung für alle Versuche (nicht nur für solche mit schwerem Leid)

Kontakte:
Dr. Michael Spindelegger (Bundesparteiobmann der ÖVP):
michael.spindelegger@bmeia.gv.at
Karlheinz Kopf (Klubchef der ÖVP):
Karlheinz.Kopf@oevpklub.at
Dr. Karlheinz Töchterle (Wissenschaftsminister, ÖVP):
Karlheinz.Toechterle@bmwf.gv.at
Werner Faymann (SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler):
werner.faymann@bka.gv.at
Dr. Josef Cap (Klubchef der SPÖ)
josef.cap@spoe.at

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