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Futtermittelknappheit: VGT ruft Bevölkerung zur Reduktion des Schweinefleischkonsums auf!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.08.2013)

Wien, 23.08.2013

Während auf den Feldern die Mais-Monokulturen verdorren, leiden die Schweine in der Intensivtierhaltung an der extremen Hitze.

Schweine und Hunde haben etwas gemeinsam: sie sind die Lieblingstiere der Österreicherinnen und Österreicher! Doch während Hunde durch gezielte Maßnahmen auch heiße Tage recht gut überstehen können, geht es Schweinen weit schlechter: da sie nicht schwitzen können, suhlen sie sich natürlicherweise in Wasserlöchern. Das ist in der üblichen österreichischen Intensivtierhaltung jedoch nicht möglich. Hier liegen die Schweine auf Betonspaltenboden, unter dem sich der Kot und Urin, also ihre eigene Ausscheidung, über die Monate ansammelt. Durch die Hitze verdunstet diese Gülle verstärkt, was zu einer unzumutbaren und Amoniak-verseuchten Umgebungsluft führt!

Nahrungsmittelverschwendung durch Futteranbau

Die heurige Trockenheit macht es besonders deutlich: die mengenmäßig relevanten Futtermittelinhaltsstoffe für Schweine werden mittels Ackerbau produziert. Mais, Weizen und Soja dienen neben zahlreichen zugesetzten Vitaminen und sonstigen Ergänzungsstoffen den Bauern als Schweinemastfutter. Soja, Eiweißlieferant für Schweine, wird hauptsächlich aus Übersee importiert, Mais steht als Monokultur vor allem im östlichen und südöstlichem Österreich. Die enormen Futtermittelmengen werden dieses Jahr nicht erzielt werden, Importe, vor allem aus Osteuropa, werden notwendig sein. Allein eine Reduktion des Konsums kann dies verhindern!

Angesichts des Klimawandels und der Besinnung auf eine Ökologisierung der Landwirtschaft ist klar, dass diese Verschwendung von Ackerland bzw. den darauf gewonnenen Produkten nicht länger verantwortbar ist. Futtersojaanbau in Südamerika, verbunden mit der Abholzung von Regenwald, wird seit Jahrzehnten betrieben, die Rechnung schickt die Natur jetzt auch nach Österreich.

In Kombination mit den erschreckend niedrigen Standards in der österreichischen Schweinemast (der VGT berichtete mehrmals) (siehe z.B. auch Web-Link unten) wird an die KonsumentInnen appelliert, umwelt- und tierschutzfreundlichen Lebensmitteln den Vorzug zu geben. Nachhaltigkeit darf nicht auf den Verzicht eines Plastiksackerls reduziert werden, sondern kann sehr effizient in einer - zumindest weitgehend vegetarischen oder veganen Lebensweise - gelebt werden.

Interessantes Buch zum Thema Klimaschutz

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