In kleinen strukturlosen Käfigen müssen die Kaninchen hier aufwachsen. Es gibt keinen Platz um umherzulaufen, keine Versteckmöglichkeiten, keine Struktur. Degradiert zum Nichtstun vegetieren diese liebenswerten Geschöpfe dahin.
Die Kaninchen leben in endlosen Käfigreihen auf Gitterböden. Ein Anblick, der an die in Österreich verbotenen Pelzfarmen erinnert. Nur in den Zuchtkäfigen gibt es einen Nestbereich, der mit Stroh ausgefüllt ist. Sind die Tiere größer wird dieser entfernt. Die verschmutzte Halle macht fassungslos.
Der Geruch ist höchst ekelerregend, das Atmen fällt schwer. Die Lüftung ist laut aber wirkungsschwach. Der Blick von unten auf die Tiere macht klar, wie schlimm es ist, ständig auf dem Gitterboden stehen zu müssen!
Durch die katastrophalen Haltungsbedingungen ist das Immunsystem geschwächt. Der psychische Stress führt zur Faktorenerkrankung. Durch Pilzbefall und Milben entstehen kahle Stellen. Tote Tiere liegen in einigen Käfigen und werden regelmäßig von den "Bauern" eingesammelt. Einige Tiere haben eitrigen Augenausfluss oder blutige Krusten.
Blutige Nase: das Tier wurde vermutlich erschlagen, das Blut deutet auf massive innere Verletzungen hin.
10 Tiere kommen in eine Kiste, mehr als 20 Transportkisten werden in den Lieferwagen gestapelt. Im Bereich der Ladefläche gibt es kein Fenster, keine Belüftung! Zumindest im Sommer fährt der Bus mit geöffneter Türe! Die Fahrt führt nach Himberg, wo wahrscheinlich alle Tiere nach den dort stattfindenden Tierversuchen getötet werden.
In den Zuchtkäfigen gibt es Kojen mit Stroh. Liebevoll bauen die Muttertiere ein Nest, auch mit eigenem Unterfell. Der Platz reicht jedoch nicht, dass sich die Mütter zu den Kindern legen könnten. Die Muttertiere leben meist auf Gitterboden. Auch tote und kranke Tiere liegen auf den Gittern.
01.04.2026, Bergland
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