Teilen:

Tierschutzgesetz ist auch nach Beschluss im Nationalrat kein Grund zum Jubeln

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.04.2017)

Wien, 05.04.2017

Es gibt immer noch bedenkliche Schlupflöcher für die Katzenkastration und die dauernde Anbindehaltung von Rindern.

Bei der Sitzung des Nationalrats am 30.03.2017 wurde über das neue Tierschutzgesetz abgestimmt. Dabei konnten noch Abänderungsanträge ins Gesetz eingebracht werden. Dem Antrag der Grünen, die Wachtelhaltung in die 1. Tierhaltungsverordnung aufzunehmen, wurde zugestimmt. Dadurch werden die Haltungsbedingungen für diese Tiere, für die es eine wachsende Industrie sowohl bei Eiern als auch bei Fleisch gibt, geregelt. Bei der Katzenkastration konnten leider keine Verbesserungen mehr geschaffen werden. Besonders zynisch argumentiert Team Stronach Agrarsprecher Steinbichler, der meint, ohne Streunerkatzen gäbe es in Zukunft ein Problem mit „Streunermäusen und Streunerratten“.

Alles in allem ist das Gesetz wohl eher ein Zugeständnis an die Landwirtschaft, denn sowohl die dauernde Anbindehaltung von Kühen, als auch die grausame Praktik der betäubungslosen Ferkelkastration bleiben auch weiterhin erlaubt. Wirkliche Verbesserungen konnten nur im Bereich der Haustiere erzielt werden - so sind Korallenhalsbänder bei der Ausbildung von Diensthunden künftig verboten, außerdem wird der Internethandel für Haustiere eingeschränkt. Als positive Änderungen konnten außerdem die verbesserte Rechtsstellung der Tierschutzombudspersonen, das Verbot des Verfärbens und Tätowierens von Tieren und das Aussetzverbot für Wildtiere - insbesondere durch die intensive Kampagnen- Arbeit des VGT - erreicht werden.

Leider wurde der Wille der Bevölkerung trotz über 600 Stellungnahmen zum ersten Entwurf, 30.000 Unterschriften für ein echtes Tierschutzgesetz und monatelanger harter Arbeit von Tierschutzorganisationen in vielen Punkten weitgehend ignoriert. Besonders tragisch sind dabei die Schlupflöcher bei der Katzenkastration und der dauernden Anbindehaltung von Rindern, die auch weiterhin sehr viel Leid für die Tiere bedeuten. Die Anbindehaltung wird in Zukunft im Gesetz geregelt anstatt wie früher in der 1. Tierhaltungsverordnung. Dadurch sind die Ausnahmen, die es erlauben, Kühe ihr ganzes Leben lang angebunden und ohne Bewegungsspielraum zu halten, gesetzlich verankert und lassen keine Argumentation mehr zu.

VGT-Tierschutzreferentin Ines Haider: „Das Aussetzverbot von Wildtieren ist ein wichtiger Schritt für den Tierschutz. Wir werden in den nächsten Monaten sehr genau verfolgen, ob dies auch entsprechend eingehalten wird. Leider verabsäumt es die Politik wieder einmal, Verbesserungen für Nutztiere zu schaffen. Es ist kaum zu glauben, dass es heute immer noch Menschen gibt, die aus Bequemlichkeit und Kostengründen ein unglaubliches Leid der Tiere in Kauf nehmen. Wir lassen nicht locker und kämpfen weiter für ein echtes Tierschutzgesetz.“

26.03.2026, Wien

Brandaktuelle Gallup-Umfrage zum Singvogelfang zeigt: Drei Viertel dagegen!

Über 80 % der Frauen und sogar 85 % der Menschen über 50 sprechen sich gegen den Singvogelfang per se, den Vorgang beim Fallenfang und die Art des Transports der Vögel aus

26.03.2026, Wien

VGT Fischschutz-Aktion: Fische schützen, statt Fische fischen!

10 Jahre Welttag für das Ende der Fischerei. Der VGT informiert mit einer Fischschutz-Aktion über den internationalen Aktionstag und die tierquälerische Fischerei.

25.03.2026, Jagenbach

Spiridon II-Exporteur Klinger einer der Hauptakteure auf österreichischen Rinder-Versteigerungen

Waldviertler Firma exportiert regelmäßig Kalbinnen in Tierschutz-Hochrisiko-Staaten wie Algerien

25.03.2026, Wien

VGT-Aktivist:innen gedenken verunfallter Fiakerpferde

Mahnwache am Stephansplatz bringt zum Ausdruck: Jeder Vorfall ist einer zu viel

24.03.2026, Wien

VGT - Aktion anlässlich 10 Jahre Welttag für das Ende der Fischerei

Der Welttag für das Ende der Fischerei (WODEF) jährt sich 2026 zum 10. Mal. Der VGT unterstützt den internationalen Informations- und Aktionstag mit einer Tierschutzaktion am Stephansplatz.

24.03.2026, Wien

Verunfallte Fiakerpferde: Einladung zur Mahnwache

Aktivist:innen des VGT machen auf 2 Fiakerunfälle der letzten Wochen aufmerksam

19.03.2026, Wien

Immaterielles UNESCO-Kulturerbe? VGT präsentiert Video zum Singvogelfang in OÖ

Anlässlich der Überprüfung durch die Österreichische UNESCO-Kommission, ob der Singvogelfgang im OÖ Salzkammergut Kulturerbe bleiben soll, zeigt VGT Dokumentation

18.03.2026, Wien

VGT-Riesenhuhn räumt mit Eier-Mythen auf

Eine Protestaktion des VGT macht heute am Stephansplatz auf die Missstände in der Eierproduktion aufmerksam.