Teilen:

VGT dokumentiert Treibjagd auf Zuchtfasane in Gattendorf, Nordburgenland

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.10.2018)

Gattendorf, 30.10.2018

Rechtswidrig: statt die Fasane rechtzeitig auszusetzen, wurde einfach nur eine Ecke des Netzes auf der Voliere umgeschlagen; zur Jagd hat man vermutlich die Tiere aus dem Gehege getrieben

Der VGT weiß leider nur zu gut, dass eine Gesetzesreform im Sinne der Tiere noch keine Änderung im Umgang mit Tieren bedeutet. Im Allgemeinen geht alles weiter wie bisher – außer die Tierschützer_innen decken auf, dass das Gesetz nicht exekutiert wird. So auch bei der gestrigen Treibjagd auf Zuchtfasane in Gattendorf im Nordburgenland. Dort gibt es riesige Fasanvolieren, in denen die Zuchttiere für die Jagd gehalten werden. Ausgesetzt müssten sie 8 Wochen vor Beginn der Schusszeit sein, bei Fasanen heißt das Aussetzen bis spätestens zum 6. August. An diesem Tag hielten sich die Jäger_innen für besonders schlau und schlugen nur eine kleine Fläche des Netzes auf ihren Volieren an jeweils einer der Ecken um (siehe Bild). Der VGT hatte sofort Anzeige erstattet und festgestellt, dass die Fasane in der Voliere heuer nicht mehr bejagt werden dürfen, weil sie nicht als ausgesetzt gelten können. Doch gestern fand eine Treibjagd genau auf diese Fasane statt.

Und tatsächlich: gestern waren die Volieren plötzlich leer. Die Fasane mussten also im Vorfeld aus den Gehegen getrieben worden sein – ein klarer Bruch des Tierschutzgesetzes, welches das Hetzen von Tieren in Gefangenschaft verbietet. Zusätzlich ist es verboten, Fasane aus Gefangenschaft auszusetzen, weil sie in freier Wildbahn nicht überlebensfähig sind. Aber die Jagdgesellschaft hielt sich offenbar weder an die eine noch die andere Rechtsvorschrift und trieb die Zuchttiere mit Hunden auf, um sie dann aus dem Himmel zu ballern und von den Hunden wieder einfangen zu lassen – lebendig! Erneut mussten grauenhafte Szenen dokumentiert werden, wie Hunde sich in verletzte Vögel verbeißen. Ohne jeden vernünftigen Grund, waren die Vögel doch kurz zuvor noch in Gefangenschaft und hätten jederzeit human getötet werden können, hätte man sie essen wollen.

VGT-Obmann Martin Balluch: Die Jagdgesetzreform von Landesrätin Dunst wird leider nicht exekutiert. Bei der Entenjagd wurden einfach auch weibliche Tiere geschossen, obwohl das verboten ist. Die Auflage, die Fasane früh auszusetzen, wird durch eine umgefaltete Ecke im Netz auf der Voliere umgangen. Jetzt fand erst wieder eine Treibjagd auf orientierungslose Zuchttiere statt, wie sie eigentlich nicht mehr erlaubt wäre. Wir fordern Landesrätin Dunst auf, das Gesetz nachzubessern: das Aussetzen von Federwild muss bewilligungspflichtig gemacht werden. Will jemand solche Tiere aussetzen, dann sollen Fachgutachten vorgelegt werden müssen, dass das auch wirklich ökologisch sinnvoll ist, und die ausgesetzten Tiere dürften im selben Jahr nicht mehr bejagt werden.

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See

27.08.2026, St. Pölten-Land

VGT lädt zu Demozug Protest vor Mastbetrieb

Desaströse Haltungsbedingungen, gewaltvoller Umgang, hungernde Tiere – der Fall der Horror-Mast im Bez. St. Pölten-Land hat viele Menschen erschüttert. VGT ruft zum Protest auf, um auf den akuten Handlungsbedarf aufmerksam zu machen.