Teilen:

VGT Valentinstags-Aktion auf der Mahü: 90 % der Schweine leben ohne Stroh!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (12.02.2020)

Wien, 12.02.2020

Passant_innen zum Kuscheln mit Schweinen im Stroh auf einem Doppelbett aufgefordert – 96 % der Menschen wollen, dass Schweine Stroh bekommen!!

Die heutige VGT-Aktion anlässlich des Valentinstags am Freitag zeigt, dass die Menschen hierzulande auch Schweine in ihr Herz mit eingeschlossen haben und sich wünschen, dass diese Tiere Stroh zum Liegen bekommen. Eine Gallup-Umfrage im letzten Jahr bewies, dass es einer Mehrheit von sage und schreibe 96 % wichtig oder sehr wichtig ist, dass Schweine auf Stroh liegen können. Die Realität sieht aber anders aus: 90 % der Schweine in Österreich bekommen kein Stroh. Deshalb bittet der VGT die Regierung, in die anstehende Reform der Haltungsverordnung für Schweine, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll, auch eine Bestimmung für verpflichtende Stroheinstreu aufzunehmen.

Seit mittlerweile über 25 Jahren fordert der Tierschutz in Österreich ein Ende des tierquälerischen Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung. Bei dieser Haltungsform müssen die Schweine auf einem Betonboden leben, der überall mit Spalten durchzogen ist. Stroh erhalten die Schweine da keines, weil es die Spalten verkleben würde. Wissenschaftliche Studien zeigen eindeutig, dass eine derartige Haltung eine Tierquälerei ist: 92 % der Tiere erleiden schmerzhafte Gelenksentzündungen. Deshalb stellte der VGT zum Valentinstag ein mit Stroh befülltes Doppelbett auf die Wiener Mariahilferstraße und lud die Passant_innen ein, sich darin fotografieren zu lassen und mit Schweinestofftieren zu kuscheln, um ihre Solidarität zu zeigen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Die Vorstellung der Menschen, wie Schweine gehalten werden sollen, und die Realität in Österreich klaffen immer weiter auseinander. 96 % der Menschen fordern Stroh für Schweine – aber die Regierung ist bisher nicht gewillt, das zu berücksichtigen. Zu keinem anderen Thema gibt es derart große Mehrheiten. Es muss jetzt endlich etwas geschehen. In mehreren Ländern der EU ist der Vollspaltenboden bereits verboten!

08.01.2026, Wien/Dänemark

Dänemarks Schweinehaltung mit Mindeststandard Österreich 2038: Schwanzbeißen

Neues Video von einem Besuch in einer dänischen Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“ zeigt, dass dort routinemäßig Schwänze kupiert werden und trotzdem Schwanzbeißen auftritt

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

24.12.2025, Wien

Fische sind Freunde, kein Essen

Stiller VGT-Protest für Fische, deren Stimmen nicht gehört werden

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig

22.12.2025, Wien

Schlimmste Tierquälerei an Karpfen vor Weihnachten

VGT-Recherche zeigt, wie Karpfen minutenlang schwerstem Leid ausgesetzt werden; Betäubungen erfolgen nicht fachgerecht; mehrere Fischverkaufsstände in Wien wurden angezeigt.

18.12.2025, Wien

VGT zu Totschnig: wenn wir "Nutztieren" so viel verdanken, müssen wir sie gut halten

Landwirtschaftsminister hat Studie mit Wertschöpfung aus Nutztierhaltung präsentiert – dieser Profit verpflichtet moralisch dazu, den Tieren etwas zurück zu geben: Vollspaltenverbot!

18.12.2025, Wien

Wie geht es den Tieren auf Weihnachtsmärkten?

Weihnachtsmärkte sollen für Besinnlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten stehen – leider jedoch häufig auf Kosten des Tierwohls! Der VGT klärt über die rechtliche Lage auf.