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Schande für Wien: Zirkus gastiert mitten am Verteilerkreis

Wien, 15.9.2020

Bereits im Frühjahr hat der VGT Anzeige gegen den Cirus Safari erstattet. Die Auslauffläche für die Tiere war komplett vermüllt, und das Tierleid während der Show wurde von Aktivist_innen auf Kamera gebannt.

Nun macht der Circus Safari erneut negative Schlagzeilen: mitten auf einem der meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkte in Wien, dem Verteilerkreis Favoriten, hat der Zirkus sein Zelt aufgeschlagen. Dort müssen die Tiere neben den mehrspurigen Fahrbahnen Tag und Nacht stehen. Wenn sie nicht die stressige Vorführung über sich ergehen lassen müssen, atmen sie die Abgase von zigtausenden PKW und LKW ein.

Eine wahre Schande für Wien, so VGT-Campaignerin Heidi Lacroix erzürnt. Uns ist unverständlich, wie ein Zirkus so auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Tieren pfeiffen kann. Tierausbeuter_innen behaupten immer wieder, sie würden so gut auf ihre Tiere schauen. Das ist Unsinn. Der Zirkus wollte explizit am Verteilerkreis stehen! Solchen Zirkussen sollte die Aufführungs-Erlaubnis entzogen werden.

Mitten am Verteilerkreis Favoriten, unter Abgasen und Verkehrslärm, gastiert der Circus Safari.

Der Auslauf ist mit Quads, Mopeds und Autoreifen verstellt.

Viel zu gefährlich – Gänse und Hühner laufen hier frei herum und könnten jederzeit auf die dreifache Fahrbahn gelangen!

In einem dem VGT vorliegenden Antwortschreiben der MA60 heißt es: „Leider standen andere Grünflächen im Bezirk, die alternativ zu verwenden wären, für diesen Zeitraum nicht zur Verfügung, bzw. verfügen diese nicht über ausreichend Platz bzw. über die entsprechende Infrastruktur."

Der VGT hat nun Anzeige erstattet, und zwar nicht nur wegen der für die Tiere unzumutbaren Verkehrsbelastung. Auch die Unterbringung ist mangelhaft. Die Zäune sind schlecht befestigt, sodass Tiere ohne weiteres auf die naheliegende Fahrbahn geraten können. Am Gelände werden wieder nicht tiergerechte Gegenstände gelagert, die Sicherheit der Tiere ist nicht gewährleistet. Die wenigen Quadratmeter, die auch noch von Autoreifen und Fahrzeugen verstellt sind, sind als Auslauf absolut ungeeignet.

Die Tiere haben keinen artgerechten Auslauf und stehen in engen Boxen.

Sexistische Plakatwände – welches Bild von Frauen wird hier den Kindern, die ja den Großteil der Zirkusgäste ausmachen, vermittelt? Diese halbpornographischen Darstellungen, mit denen der Zirkus für sich wirbt, wurden vom VGT bereits 2x dem Österr. Werberat gemeldet.

Heidi Lacroix abschließend: "Tierzirkusse sind ein Relikt aus den vergangenen Jahrhunderten. Wir sollten heute wissen, dass es unverantwortlich ist, sensible Lebewesen zu lauter Musik peitschenknallend durch die Manege zu treiben. Eine tiergerechte Unterbringung in einem fahrenden Zirkus ist niemals möglich. Wir fordern ein Tierverbot für Zirkusse in ganz Österreich."

Der VGT hat Anzeige erstattet.

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