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Volksabstimmung Gatterjagdverbot: Postwurfsendung an alle Haushalte des Burgenlands

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.12.2020)

Eisenstadt, 30.12.2020

Die Initiative für eine Volksabstimmung über die Gatterjagd macht ernst: über 110.000 Briefe mit Formularen verschickt – unterdessen die 5. Treibjagd im Jagdgatter Strem seit Oktober

Nachdem nun die erste Hürde genommen worden ist und die Aufhebung des Gatterjagdverbots jedenfalls bis 4. Februar 2021 gesperrt ist, wurde an ausnahmslos alle über 110.000 Haushalte des Burgenlands eine Postwurfsendung verschickt. Diese enthält 3 Formulare für die Unterstützung der Initiative für eine Volksabstimmung über die Gatterjagd und ein bereits frankiertes Rücksendekuvert. Seit 2 Tagen steht das Telefon der Initiative nicht mehr still, bereits über 100 Anrufe wurden registriert. Die ersten 56 unterschriebenen Formulare sind nun eingelangt. Bisher wurden zwar nur 2992 von den Gemeinden beglaubigte Unterschriften bei der Landesregierung abgegeben, aber weitere über 2000 Unterschriften warten in der Pipeline. Der Erfolg des Projekts steht auf Messers Schneide, zumal der harte Lockdown das Sammeln von Unterschriften auf der Straße praktisch verunmöglicht.

Unterdessen hat am Montag dem 28. Dezember im Jagdgatter bei Strem die seit Oktober 2020 bereits fünfte Treibjagd stattgefunden. Und das trotz hartem Lockdown und obwohl die SPÖ-Regierung sogar behauptet hatte, Treibjagden seien verboten. Klar ist, dass die Verantwortlichen in der SPÖ, die die Aufhebung des Gatterjagdverbots betreiben, selbst weder eine Ahnung von Gatterjagden, noch ein wie auch immer geartetes Interesse daran haben. Landeshauptmann Doskozil antwortete auf die Frage, warum das Gatterjagdverbot aufgehoben werde, dass das Jagdgatter von Esterhazy quasi großartig sei. Das ist die sachliche Begründung für die Aufhebung des Gatterjagdverbots? Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass dieser Schritt eine Lex Esterhazy ist, dann hat Doskozil ihn nun erbracht.

VGT-Obmann Martin Balluch ist zuversichtlich, dass mit Februar 2023 die Gatterjagd im Burgenland für immer der Vergangenheit angehören wird: Die meisten Tierschutzorganisationen des Burgenlands helfen aktiv mit, die 12.000 Unterschriften für die Volksabstimmung zu erreichen. Zusätzlich laufen 100e Menschen tagaus tagein, landauf landab, um der Initiative zum Erfolg zu verhelfen. Doch mit der aktuellen Postwurfsendung und der überwältigend positiven Rückmeldung, hoffen wir doch sehr, auch bei hartem Lockdown die notwendige Anzahl von Unterschriften zu erreichen. In der Schweiz und in Deutschland wurden Fristen aufgrund des Coronalockdowns verlängert, nur die Burgenländische Landesregierung versucht, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um zu verhindern, dass die Menschen über die Gatterjagd abstimmen können. So besteht sie auf Einhaltung der Frist, obwohl selbstverständlich ist, dass ein harter Lockdown die Sammlung von Unterschriften massiv erschwert. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir dennoch über die 12.000 Unterschriften kommen, allein schon, weil die große Mehrheit der Bevölkerung im Burgenland gegen die Gatterjagd ist.

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