Teilen:

Mahnwache für Vollspaltenopfer Schwein Paul vor Bundeskanzleramt zum Ministerrat

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (31.03.2021)

Wien, 31.03.2021

Im Gedenken an das furchtbare Schicksal dieses Schweins, das durch die Haltung auf Vollspaltenboden so krank wurde, dass es nicht mehr gerettet werden konnte!

Der Vollspaltenboden tötet. Und zwar auf furchtbar grausame Weise. Bei einer wissenschaftlichen Studie, für die man die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden mit jener auf Stroh und sogar auf einer Weide verglichen hat, starb jedes vierte Tier am Vollspaltenboden vor dem Schlachttermin. Die Gründe sind multifaktoriell, von einer generellen Immunschwäche durch die immense Belastung der Psyche, über offene Wunden durch die scharfen Kanten und durch Bisse von Artgenoss:innen, bis zu Lungenentzündung, Magengeschwüren und Parasitenbefall. Eines der Opfer dieses Bodens wurde der kalten Statistik, der namenlosen Bilanz entrissen. Tierschützer:innen waren in einer Schweinefabrik auf ein Tier gestoßen, das nur noch auf den Handgelenken über den Vollspaltenboden robben konnte und einen riesigen Blutschwamm im Ohr hatte. Sie nannten ihn Paul. Trotz Rettung und Notaufnahme in einer Tierklinik ist Paul letztlich seinen Verletzungen erlegen. In seinem Namen klagten heute zahlreiche Tierschützer:innen die Verantwortlichen in der Bundesregierung an, indem sie vor dem Bundeskanzleramt zum Ministerrat eine Mahnwache für Paul abhielten.

VGT-Obmann Martin Balluch appelliert an die Bundesregierung: Tierschutz ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere, erklärt § 1 des Tierschutzgesetzes. Beides wird durch den Vollspaltenboden nicht nur in hohem Maße gefährdet, sondern mit statistischer Sicherheit konterkariert. Der Vollspaltenboden widerspricht also dem fundamentalen Grundsatz des Tierschutzgesetzes, der noch dazu als Staatsziel in der Bundesverfassung verankert ist. Das Schicksal von Schwein Paul ist der Beweis dafür. Er ist nicht die große Ausnahme, sondern der Normalfall. Weil es die Pflicht der politisch Verantwortlichen ist, sicherzustellen, dass der Rechtsstaat für alle gilt, muss jetzt gehandelt werden. Der Vollspaltenboden ist in der kommenden Novelle der Verordnung zur Schweinehaltung zu verbieten!


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

Video von Paul: vgt.at/paul

26.08.2026, St. Pölten-Land

Horror-Mast: Tiere verhungern und Kontrollsysteme versagen

VGT konfrontiert Landwirt vor Betrieb und übt Kritik an den Behörden. Den Tieren vor Ort muss umgehend geholfen werden!

25.08.2026, St. Pölten-Land

Aufgedeckt: Landwirt misshandelt weiter Tiere im Horrorstall

Verhungernde Tiere und Gewalt in St. Pölten-Land: VGT zeigt sich erschüttert über die Wirkungslosigkeit des Kontrollsystems und startet Petition

25.08.2026, St. Pölten-Land

Trotz Tierhaltungsverbots: Landwirt misshandelt weiter Tiere im Horrorstall

Verhungernde Tiere und Gewalt in St. Pölten-Land: VGT zeigt sich erschüttert über die Wirkungslosigkeit des Kontrollsystems und startet Petition

25.08.2026, Österreich

Konsequente Kontrollen & keine Toleranz bei Tierquälerei

Das Behördenversagen in Fällen von Tierquälerei und schwerer Vernachlässigung muss gestoppt werden!

20.08.2026, OÖ/NÖ/Kärnten/Bgld

VGT bringt weitere 533 Anzeigen gegen Vollspaltenboden-Schweinefabriken ein

Keine Schweinehaltung ohne Einstreu, d.h. ohne physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, entspricht dem Gesetz

19.08.2026, Hvalfjörður/Island

VGT dokumentiert Walfang in Island: 51. Finnwal getötet, Whale Watching behindert

Neben Norwegen und Japan betreibt nur mehr Island kommerziellen Walfang – eine letzte Firma mit 2 Booten darf 150 Finnwale und 168 Zwergwale pro Jahr töten

13.08.2026, Wien

VGT-Mahnwache für die verhungerten Schweine

Tierschützer:innen versammelten sich vor dem Stall, wo hunderte (womöglich mehr als 1.000) Schweine verhungerten: Die Opfer sind und bleiben die Tiere!

12.08.2026, Wien

Einladung: Mahnwache für die verhungerten Schweine (NÖ)

Gedenken an die mehr als 400 Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden