Teilen:

Gemeinwohl ist (auch) Tierwohl

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.04.2021)

Wien, 01.04.2021

Über die Ausweitung eines traditionellen philosophischen Konzepts: Vortrag von Kurt Remele, Institut für Ethik und Gesellschaftslehre, Universität Graz.

Termin
Ort
Online-Videostream
Anmeldung
bitte über unser Formular

Der VGT freut sich sehr, Kurt Remele begrüßen zu dürfen, der uns sein neuestes Buch Es geht uns allen besser, wenn es allen besser geht. – Die ethische Wiederentdeckung des Gemeinwohls vorstellen wird.

Zum Inhalt

Der Begriff Gemeinwohl wird von den meisten Menschen unreflektiert mit Einschränkung und Freiheitsbegrenzung assoziiert. Das ist zwar nicht falsch, denn Rücksichtnahme auf andere bedingt Selbstdisziplin oder Selbstregulation. Doch ein solches Verständnis von Gemeinwohl ist zumindest einseitig: Primär verweist der Gemeinwohlgedanke nämlich darauf, dass eigene Möglichkeiten und vermeintlich eigene Leistungen vorrangig den anderen Menschen und der nichtmenschlichen Natur verdankt sind. Kein Heranwachsen ohne elterliche Fürsorge, keine Schulbildung ohne einen einigermaßen funktionierenden Staat, keine menschliche Gesundheit ohne adäquate Lebensräume für freilebende nichtmenschliche Tiere.

Die Tatsache, dass die Coronapandemie höchstwahrscheinlich etwas mit dem Missbrauch freilebender Tiere auf chinesischen Märkten zu tun hat, verweist auf die Bedeutung des tierethischen Aspektes des Gemeinwohlkonzeptes. Sich von einem anthropozentrisch verengten Gemeinwohlverständnis zu verabschieden und eines zu konzipieren, das die Mitwelt im Allgemeinen, den intrinsischen Wert und die Würde empfindungsfähiger nichtmenschlicher Tiere im Besonderen, ernst nimmt, fällt jedoch sowohl der Philosophie als auch der Theologie noch immer ziemlich schwer.

Zur Person

Kurt Remele, Dr. theol., ist Professor für Ethik und Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz. Er hatte mehrere Gastprofessuren in den USA und England inne, darunter am Department of Philosophy der University of Minnesota und am Christ Church College der Universität Oxford. Er ist Fellow des Oxford Centre for Animal Ethics.

Neueste Publikationen

  • Die Würde des Tieres ist unantastbar. – Eine neue christliche Tierethik. (2016)
  • Es geht uns allen besser, wenn es allen besser geht. – Die ethische Wiederentdeckung des Gemeinwohls. (2021)

Datenschutz

Wir legen großen Wert auf Datenschutz. Daher verwenden wir Videostreaming-Technologie, die alle Daten innerhalb der EU verarbeitet. Wir setzen die Freie Software Lösung Big Blue Button von fairteaching.net ein.

Sendung zum Buch im Tierrechtsradio

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren