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Falter-Chefredakteur Klenk im VGT-Podcast auf Radio Orange 94,0 zu Schweinefabriken

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.05.2021)

Wien, 07.05.2021

Wenn jemand, der noch nie eine Schweinefabrik gesehen hat, sie zum ersten Mal betritt, ist er zutiefst schockiert: Klenk über seine Erlebnisse bei einem ÖVP-Schweine-Landwirt

Die Werbung gaukelt ein lustiges Schweineleben vor, bevor das Fleisch sauber cellophanverpackt zum super-billig Aktionspreis im Supermarktregal liegt. Am AMA-Plakat stehen die Schweine im Stroh. Die Wahrheit sieht ganz anders aus. „Irgendwie weiß man das schon“, meint dazu Falter Chefredakteur Florian Klenk im Interview mit VGT-Obmann Martin Balluch im VGT-Podcast, der heute um 11 Uhr auf Radio Orange 94,0 ausgestrahlt wird, „doch man will nicht hinschauen“. Nach einer Aufdeckung des VGT hat Klenk letztlich doch hingeschaut und den Betrieb eines ehemals hochrangigen ÖVP-Funktionärs besucht. Er war danach zutiefst schockiert. Im VGT-Podcast schildert er seine Eindrücke. Betreten kann man solche Betriebe nur im Marsmenschenanzug über eine Desinfektionsmatte. Warum? Weil, so viel wissen gerade die Betreiber:innen der Tierfabriken selbst ganz genau, die Intensivhaltung von Tieren eine Brutstätte für Krankheitskeime ist, in der Zoonosen wie Corona entstehen, die letztlich die Gesellschaft bedrohen. Vollspaltenboden, Kastenstände, kein Stroh, beißender Ammoniakgeruch. Klenk ist froh, wieder an die frische Luft zu kommen und sagt beinhart: „so einen Dreck [wie Schweinefleisch aus Tierfabriken] kaufe ich nie wieder!“.

VGT-Obmann Martin Balluch kommentiert: Ich kenne ja die Zustände in Schweinefabriken seit Jahrzehnten. Ich glaube 1990 habe ich erstmals eine betreten. Wir vom VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN decken fast schon im Monatstakt diese Zustände auf. Es wird Zeit, dass die Gesellschaft hinschaut und erkennt, was sie den Schweinen, diesen feinfühligen, sauberen und hochintelligenten Tieren, die sich selbst im Spiegel erkennen können, antut. Ich bin Herrn Klenk dankbar, dass er sich den Besuch dieser Schweinefabrik angetan hat. Ich hoffe, es folgen ihm nun viele Menschen nach, zumindest virtuell. Jeder, wirklich jeder Mensch, der das erlebt und auch nur ein bisschen Mitgefühl hat, wird zutiefst schockiert sein, wie auch Klenk. Und wird ‚diesen Dreck‘ nicht nur nicht mehr kaufen, sondern von ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger eine Änderung verlangen. Auch Klenk betont das im Interview: es muss ein gesetzliches Verbot dieser Haltung kommen. Wir brauchen ein Verbot des Vollspaltenbodens, und mit tiefer Stroheinstreu und mehr Platz wenigstens minimal lebenswerte Bedingungen für diese Tiere. Da führt kein Weg daran vorbei!


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