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VGT Aktion: Keine Tierversuche für Kosmetik!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.04.2022)

Wien, 20.04.2022

Das EU-Tierversuchsverbot für Kosmetika wird durch andere Verordnungen untergraben. Eine aktuelle EU-Bürger:innen Initiative (EBI) tritt für die Umsetzung und Stärkung des Verbots ein

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April machte der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN heute durch eine starke Aktion am Stephansplatz darauf aufmerksam, dass trotz Verbots in der EU immer noch Tiere in Tierversuchen für Kosmetika leiden müssen. Eine EU-Bürger:innen-Initiative sammelt Unterschriften, um das Verbot durchzusetzen.

Jetzt Bürgerinitiative unterzeichnen!

Die EU-Bürger:innen Initiative „Save Cruelty-Free Cosmetics“, wurde von PETA, Cruelty Free Europe, der Humane Society International, der Eurogroup for Animals und der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen ins Leben gerufen und wird von etlichen weiteren Tierschutzorganisationen, darunter auch der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN, unterstützt. Unter anderem fordert sie die Umsetzung und Stärkung des EU-Tierversuchsverbots für Kosmetika. Mit einer Aktion dazu erregte der VGT die Aufmerksamkeit der Passant:innen am Stephansplatz. Eine sich schminkende Aktivistin bekam anstatt ihres schöneren Selbst das Leiden der „Versuchstiere“, das hinter den Produkten steckt, widergespiegelt.

Tierversuche für kosmetische Produkte und deren Inhaltsstoffe sind in der EU seit 2009 gesetzlich verboten. Das Verbot des Verkaufs von an Tieren getesteten Produkten und Inhaltsstoffen folgte 2013. Trotz des Verbots fordert die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) neue Tierversuche. Das Problem ergibt sich daraus, dass die Verbote zwar laut der Kosmetikverordnung gelten, im Rahmen der REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) werden aber im Namen der Stoff- und Produktsicherheit zusätzliche Daten zu allen Stoffen, die in bestimmtem Umfang neu auf den Markt gebracht werden oder bereits im Verkehr sind, gefordert. Das hat zur Folge, dass Produkte oder Substanzen, die bereits unter der Kosmetikverordnung getestet wurden, unter REACH trotzdem noch an Tieren getestet werden können. Teilweise selbst, wenn diese Substanzen einzig und allein für Kosmetik verwendet werden. Für Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Produkte ohne Inhaltsstoffe herzustellen, die an Tieren getestet wurden oder möglicherweise getestet werden müssten. Auch eine Reihe namhafter Kosmetikfirmen (z. B. Dove und The Body Shop) schließen sich daher den Forderungen der Initiative an.

Bericht von Ö24 Tierschutz TV über die Aktion am Stephansplatz mit Interview der VGT-Campaignerin Denise Kubala:

VGT Campaignerin Denise Kubala dazu: Das EU-Tierversuchsverbot für Kosmetika hat eigentlich eine Vorbildfunktion. Es darf nicht derart untergraben werden! Die EU-Bürger:innen verlassen sich darauf, Produkte kaufen zu können, die ohne Tierleid produziert wurden. Das muss auch so bleiben.

Damit die Bürger:innen-Initiative erfolgreich ist, werden bis Ende August 2022 mindestens 1 Million Unterschriften von EU-Bürger:innen benötigt. Weitere Infos und Unterstützung unter: tierversuche.vgt.at


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