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Fiaker-Unfall: Video zeigt volle Dramatik

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.01.2023)

Wien, 25.01.2023

Zeuge filmte, wie Fiakerfahrer auf das Pferd einschlägt

Am Samstag ist ein Fiakerpferd an der Ecke Tiefer Graben/Heidenschuß gestürzt und konnte nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen - der VGT berichtete. Nun ist ein Handy-Video eines weiteren Unfall-Zeugen aufgetaucht, das den schrecklichen Vorfall in seiner ganzen Dramatik zeigt: Das Pferd liegt verzweifelt am Boden, ein hinzugekommener Fiakerfahrer versucht, das teilweise noch eingespannte Pferd mit Schlägen zum Aufstehen zu bringen, während der Kutscher selbst ratlos zusieht (zum Video, Copyright: Kevin Englbrecht).

Das Pferd reißt die Augen auf, aber kann vor Schock und aufgrund der mangelnden Bewegungsfreiheit nicht aufstehen. Immer mehr Fahrer treffen ein. Erst die Augenzeugen rufen die Polizei, die die Unfallstelle absperrt. Laut Augenzeugen lag das Pferd insgesamt 15 Minuten hilflos am Asphalt. Ob das Pferd die Kutsche selber heimziehen musste, ist nicht bekannt.

Der ehemalige Amtstierarzt Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer gibt zu den Schlägen, die das Pferd zum Aufstehen bringen sollen, folgende Einschätzung ab: Solche Schläge sind kaum geeignet, das Pferd zum Aufstehen zu bringen. Es macht im Gegenteil nur Angst und verschlimmert die unangenehme Situation, in der das Pferd ohnehin schon ist.

In letzter Zeit treten solche Fälle gehäuft auf: Erst im September veröffentlichte der VGT ein erschütterndes Video eines gestürzten Fiakerpferds, das aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte.

VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz dazu: Dieses Video ist wieder einmal der Beweis: Eine Stadt ist kein Ort für Pferde. Als Fluchttiere können Pferde mit den gefährlichen, unvorhergesehenen Situationen, die tagtäglich im Straßenverkehr auftreten können, nicht umgehen. Sie dieser Gefahr auszusetzen, ist einfach verantwortungslos. Dass ein Fiaker versucht, ein teilweise noch eingespanntes Pferd mit Schlägen zum Aufstehen zu bringen, zeigt, dass er der Situation überhaupt nicht gewachsen ist. Ich würde mir wünschen, dass sich Bürgermeister Michael Ludwig dieses Video in ganzer Länge anschaut und uns dann sagt, ob er immer noch meint, dass Fiaker ein Wahrzeichen von Wien, oder nicht doch eher ein Schandfleck unserer schönen Stadt sind.

Der VGT fordert ein Ende des Fiakerbetriebs in Österreich und bittet die zuständigen Behörden, zu prüfen, ob der Fiakerfahrer und die Person, die im Video auf das Pferd einschlägt, die nötige Eignung besitzen, Pferdegespanne zur Personenbeförderung zu lenken.

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