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VGT-Aktion in Eisenstadt: ca. 5.250 Mastrinder im Burgenland auf Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.07.2023)

Eisenstadt, 10.07.2023

2 lebensgroße Stierfiguren vor dem Esterhazy Schloss, eine auf einem echten, ausrangierten Vollspaltenboden, die andere auf Stroh als Alternative

Auch im Burgenland machte der VGT heute Station mit seiner Auftaktaktion zur Kampagne gegen den Vollspaltenboden in der Mastrinderhaltung. Vor dem Esterhazyschloss in Eisenstadt wurden lebensgroße Stierfiguren auf Vollspaltenboden und Stroh gezeigt. Tatsächlich müssen 70 % der Mastrinder auf einem steinharten Betonboden, der durchgehend mit scharfkantigen Spalten versehen ist, ihr gesamtes Leben von bis zu 2 ½ Jahren verbringen. Diese Haltung ist eine entsetzliche Tierquälerei, fast alle Rinder haben schmerzhaft entzündete Gelenke. Dazu haben viele Verletzungen an den Schwanzspitzen, weil sich die Tiere in dem engen Gedränge und auf dem harten, scharfkantigen Boden gegenseitig darauf steigen. Die meisten Menschen, auch im Burgenland, erwarten sich eine andere Haltung, wenn sie Rindfleisch konsumieren. Aber die Mastrinder werden in erster Linie mit Mais und Getreide gefüttert, weshalb sie nicht in den Alpen sondern in den außeralpinen Gunstlagen gemästet werden, wo Mais und Getreide wachsen. Die Alternative, z.B. ein Tretmiststall mit tiefer Stroheinstreu, ist etabliert und so naheliegend. Es gibt keine Ausrede, den Rindern nicht wenigsten eine weiche Einstreu zum Liegen zu bieten.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch plädiert an die Branche, sich den Problemen zu stellen: Bei der breiten Diskussion über die Haltung von Mastschweinen auf Vollspaltenboden wurden die Rinder völlig ausgespart. Aber sie leiden genauso, wenn nicht noch mehr. Sie sind deutlich schwerer, die Spalten sind mehr als doppelt so breit und sie müssen bis zu 5 Mal länger auf diesem Boden leben. Bisher versucht man seitens der Branche, des Handels und der Politik, unsere Kritik totzuschweigen. Aber wir werden nicht müde, die Kritik zu äußern. Alles andere wäre ein Verrat an den Tieren.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)


Am 5. August wird der VGT eine Großaktion am Schwarzenbergplatz veranstalten, bei der das Leid der österr. Mastrinder eindrücklich gezeigt wird. Für diese Aktion werden noch Freiwillige gesucht.

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