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Beim Volksfest „Gackern“ gingen die Emotionen hoch!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.08.2023)

Kärnten, 14.08.2023

Massentierhaltung ist in Österreich bei der Hühnermast die Normalität, der Einsatz von Qualzuchtrassen ebenso. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN war vergangenen Samstag beim „Gackern“-Fest in St. Andrä mit zahlreichen Schildern und Transparenten präsent, am morgigen Dienstag wird die Aktion wiederholt!

David Richter vom VGT berichtet über die Demo am Samstag und Reaktionen vor Ort: Es kamen viele interessierte und dankbare Menschen zu uns, die sich über das Tierleid in der Hühnermast ärgern. Aber viele Menschen waren von der Kritik an Qualzucht in der Hühnermast derart irritiert, dass sie uns beschimpft haben.

Die Kundgebung zum Thema Qualzucht in der Hühnermast sorgte für großes Aufsehen und war nicht nur für die Tierschützer:innen ein sehr emotionales Ereignis. Viele Vorbeikommende sprachen ihren Dank für die Präsenz aus und kritisierten die Massentierhaltung sowie den Gestank, in ihrer Umgebung. Es gab etliche Daumen nach oben von den vorbeifahrenden Autofahrer:innen. Aber ebenso wurden unzählige Mittelfinger gezeigt und Vorbeifahrende riefen Beschimpfungen in Richtung der Tierschützer:innen. Einige Schilder wurden getreten und gerüttelt, was zu kleineren Beschädigungen des Demo-Materials führte. Sogar Eier wurden auf die Aktivist:innen geworfen.

Die Quälerei von über 90 Millionen Hühnern pro Jahr allein in Österreich, Tendenz steigend (!) ist wirklich kein Grund zu feiern! so VGT-Campaignerin Denise Kubala, MSc. Konventionell eingesetzte Masthuhn-Rassen sind speziell darauf gezüchtet, irrsinnig schnell zu wachsen und Gewicht zuzulegen. Im Alter von nur 4-6 Wochen werden sie dann geschlachtet. Ihrer menschengeschaffenen, vollkommen unnatürlichen Genetik ist es geschuldet, dass diese Hühner unter Krankheiten und Verletzungen aller Art leiden. Der Großteil der Masthühner in Österreich gehört solchen Rassen an. Erst vor wenigen Monaten, als wir die Zustände auf konventionellen Hühnermasten in der Steiermark veröffentlicht haben, schrie ganz Österreich mit Entsetzen auf. Heute widmet man dem skandalösen Umgang mit diesen armen Tieren ein riesiges Fest. Es ist mir schleierhaft, wie dem Leid dieser sensiblen Lebewesen eine solch grauenhafte Ignoranz entgegengebracht werden kann. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN wird sich weiterhin gegen die Qualzucht von Masthühnern und für die europäische Masthuhn-Initiative einsetzen.

Die nächste Kundgebung findet am 15. August, 14–20 Uhr in St. Andrä: Packerstrasse/Aussichtsstrasse statt.

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