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Startschuss für die Amphibiensaison 2024

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.02.2024)

Wien, 22.02.2024

VGT sucht Freiwillige für die Amphibienrettung. Infotermin am Tag des Artenschutzes (3. März)

Das warme Wetter und die Niederschläge sorgen heuer für einen besonders frühen Start der Amphibienwanderung. Aufgeweckt aus der Winterstarre durch die milden Nachttemperaturen, haben sich auch die Kröten und Frösche des Wienerwaldes bereits auf Wanderschaft begeben. Um zu den Laichgewässern zu gelangen, müssen sie gefährliche Straßen überqueren. Um an der Neuwaldegger Straße in Hernals die Tiere vor dem Überfahrenwerden zu retten, betreut der VGT im 5. Jahr in Folge einen mobilen Amphibienschutzzaun, der von der Stadt Wien – Umweltschutz aufgestellt wird. Knapp 3 Monate lang retten Freiwillige entlang des Zauns alle Amphibien, die die Straße überqueren möchten. Das waren in den vergangenen 4 Jahren insgesamt 4.872 Erdkröten, Spring- und Grasfrösche, Feuersalamaner, Alpenkamm-, Teich- und Bergmolche! Um die Amphibienpopulation in Wien-West nachhaltig zu schützen, ist die Errichtung eines fixen Amphibienleitsystems mit Untertunnelung essentiell. Ein solches existiert bereits an der Exelbergstraße.

Projektleiterin Mag.a Heidi Lacroix ist zuversichtlich: Ich freue mich schon sehr auf die heurige Saison, wir sind bereit! Dieses Herzensprojekt ist nicht nur wertvoll, weil so viele Tiere gerettet werden können. Es ist auch schön, die Begeisterung bei unseren fleißigen Helfer:innen mitzuerleben, wenn sie feststellen, welch faszinierende Tiere da bei Dunkelheit, oft unbemerkt von uns, unterwegs sind.

3. März ist Welttag des Artenschutzes

Wie wichtig der Schutz der gefährdeten Amphibien ist, zeigen die internationalen Zahlen. Zwei von fünf Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht. Ein drastischer Rückgang der Amphibienzahlen lässt sich auch bei uns bereits feststellen. Alle heimischen Amphibienarten stehen auf der Roten Liste. Der Verlust der natürlichen Lebensräume, Straßenbau und Klimawandel setzen den Tieren arg zu. Gefährliche Krankheiten wie Salamanderpest und Chytridiomykose haben bereits ganze Populationen in Europa ausgerottet. Bevor es bei uns auch keine Feuersalamander oder Kröten mehr gibt, müssen wir jetzt aktiv werden. Zum Schutz der Amphibien kann jede:r Einzelne etwas beitragen, z.B. durch Verzicht auf Pestizide im Garten. Bei Regenwetter ersuchen wir alle Autofahrer:innen, in den Abendstunden besonders langsam und vorsichtig zu fahren an Strecken, an denen grüne Amphibienverkehrsschilder (vgl. Foto rechts) aufgestellt sind. Diese weisen auf eine besonders stark frequentierte Wanderroute hin. Danke!

Tierfreund:innen, die sich vorstellen können, 1x wöchentlich eine fixe Schicht am Zaun zu übernehmen, können sich beim VGT melden. Am 3.3. um 11 Uhr findet eine Infoveranstaltung mit dem VGT am Hanslteich statt.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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