Teilen:

Massaker an Oster-Glücksbringern: 100.000 Hasen pro Jahr erschossen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.03.2024)

Österreich, 29.03.2024

Zu Ostern Hasen retten: Mit einer Unterschrift für das Volksbegehren für ein ökologie- und tierschutzkonformes Bundes-Jagdgesetz

In Österreich fallen jedes Jahr mehr als 100.000 Hasen grausamen Treibjagden zum Opfer. Dabei wird die Umwelt mit Tonnen an giftigem Blei verschmutzt. Das Volksbegehren Für ein Bundes-Jagdgesetz macht zu Ostern auf das Leid der Hasen aufmerksam und sammelt Unterschriften für ein Bundes-Jagdgesetz, das die Jagd auf Hasen massiv reduzieren soll.

Im abgelaufenen Jagdjahr starben 101.665 Hasen im Schrothagel (vor allem Feldhasen, aber auch eine unbekannte Zahl an Schneehasen), mehr als 90 % davon in den drei Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und Burgenland.1 Die Jagdsaison zieht sich über drei Monate (Oktober-Dezember), das heißt, in dieser Zeit werden jeden Tag mehr als 1.100 Hasen erschossen!

Die Jagd erfolgt meist durch Treibjagden mit menschlichen Treiber:innen und Hunden. Dabei wird sehr großes Tierleid verursacht. Die Hasen werden zunächst in panische Angst versetzt und dann sehr oft nur mangelhaft getroffen. Aus falsch verstandener Tradition werden nur flüchtende Hasen beschossen, nicht sitzende oder liegende Hasen, die leichter zu treffen wären. Die verwundeten Hasen werden dann von den Jagdgebrauchshunden geschnappt und den Jäger:innen gebracht. Hasen, die da noch am Leben sind, werden meist erschlagen. Auch hierbei passieren Fehler, sodass die Hasen oft nicht gleich tot sind. Die Zahl der Hasen, die erst nach Stunden oder Tagen qualvoll z.B. an einem Bauchtreffer sterben, liegt völlig im Dunkeln.

Ein Problem ist diese Praxis auch für die Umwelt. Selbst bei einer optimistischen Annahme von nur zwei Schüssen pro Hase werden bei 100.000 mit Bleischrot geschossenen Hasen etwa 7.000 kg (!) des giftigen Schwermetalls Blei auf die Felder ausgebracht – eine unglaubliche, nicht rechtfertigbare Umweltverschmutzung. Die Schusskanäle mit Bleiabrieb und einzelne Bleikörner im Fleisch der Feldhasen sind außerdem ein Gesundheitsrisiko, erklärt Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer, ehem. Amtstierarzt und Bevollmächtigter des Volksbegehrens Für ein Bundes-Jagdgesetz. In Wirklichkeit will dieses Fleisch kaum jemand haben.

Und nicht nur die Hasen leiden unter dem Wunsch der Jäger:innenschaft nach großen Jagdstrecken. Um im Herbst möglichst viele Hasen töten zu können, werden das ganze Jahr über – ohne Schonzeiten und sogar mit Fallen – alle Tiere gnadenlos verfolgt, die Hasen in ihrem Beutespektrum haben. Um das zu rechtfertigen, werden Feldhasen von der Jäger:innenschaft schon einmal als bedrohte Art präsentiert, was zur Treibjagdzeit im Herbst ganz schnell wieder vergessen wird.

Jetzt unterschreiben

Gerade zu Ostern sollten wir daran denken, wie grausam wir Menschen mit den Hasen umgehen. Um das zu ändern, braucht unser Volksbegehren mindestens 100.000 Unterschriften – eine für jeden getöteten Feldhasen. Helfen auch Sie den Hasen mit Ihrer Unterstützungserklärung, appelliert Winkelmayer abschließend.

Das Volksbegehren Für ein Bundes-Jagdgesetz hat 14 Grundsätze formuliert, die in einem Bundes-Jagdgesetz verwirklicht werden sollen. Die Initiative aus AG Wildtiere, Ökologischer Jagdverband, Tierschutz Austria und VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN wirbt derzeit um Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren, die alle in Österreich wahlberechtigten Personen auf jedem beliebigen Bezirks- oder Gemeindeamt sowie rund um die Uhr online mittels ID-Austria leisten können.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

Quelle

  1. Jagdstatistik Jagdjahr 2022/23

04.03.2026, Wien

Reindling vegan

Backe einen veganen Reindling mit unserem Rezept!

04.03.2026, Wien

Wien Simmering: Verunfalltes Fiakerpferd eingeschläfert

VGT fordert erneut ein Ende der Fiakerei in Wien, die Gefahr für Tier und Mensch bedeutet

03.03.2026, Wien

Letzter Tag im SLAPP-Prozess von SPAR gegen VGT am Wiener Handelsgericht!

Schweinebauer Hubmann: Umstieg der gesamten Schweinebranche auf Stroh wäre leicht machbar; Vet-Uni Prof. Baumgartner: Vollspaltenboden Vorteil für Halter auf Kosten der Tiere

02.03.2026, Uttendorf

Sinnloses Massaker: über 100 tote Füchse in Uttendorf bei Braunau am Inn!

Stolz auf über 100 tote Füchse, 10 Dachse und zig Marder, Wiesel und Hermeline? – warum ist das Töten so ökologisch wertvoller Beutegreifer nicht längst verboten?

27.02.2026, Wien

Second-Hand Pelz – Mode mit Mordgeschichte

Sorgt dein Vintage-Pelzmantel dafür, dass Tierqual wieder tragbar wird?

26.02.2026, Wien

VGT-Erfolg: Hernals bekommt wichtige neue Amphibien-Tunnel

Seit 7 Jahren betreut der VGT eine Amphibien-Wanderroute am Hanslteich. Ein fixes Tunnelleitsystem wird die Tiere in Zukunft nachhaltig schützen

26.02.2026, Wien

VGT-Proteste gegen SPAR Vollspaltenboden-Schweinefleisch: Montag Verhandlungstag

Da SPAR den VGT per SLAPP-Klage mundtot machen will, wurden Demos „SPARt Euch diese Tierquälerei“ wieder aufgenommen – Protest heute 11 Uhr Wien Schottengasse 6

24.02.2026, Wien

Handelsgericht Wien: Einstweilige Verfügung gegen Skandal-Schweinefabrik Hardegg

Besitzer Maximilian Hardegg darf den VGT bis zum Urteil über die Unterlassungsklage nicht mehr als „terroristische Vereinigung“ bezeichnen – noch nicht rechtskräftig