Teilen:

Vorbild Schweden: Stroh statt Vollspaltenboden für Schweine und 85 % Selbstversorgung!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.06.2025)

Wien, 02.06.2025

Österreich dagegen will mit seinem strohlosen Vollspaltenboden die sehr viel besseren Haltungsbedingungen in Schweden unterlaufen und preislich am Markt ausbooten

Die Regierung hat sich festgelegt: der Vollspaltenboden bleibt, auch wenn in einer Firlefanz-Version mit weniger Spalten auf einem Teil des Bodens ab 2038. Schweden dagegen hat seit langem ein echtes Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung und bietet den Schweinen Stroh. Eine der zahlreichen Propagandalügen der Schweineindustrie besagt, dass aufgrund der guten Haltungsbedingungen die Schweineproduktion in Schweden eingebrochen sei. Dabei berichtet selbst die Österreichische Bauernzeitung intern, dass nach einem Rückgang auf 70 % Selbstversorgung an Schweinefleisch in Schweden im Jahr 2014, die Selbstversorgung wieder auf 83 % angestiegen ist.(1) In einem deutschen Agrarmedium wird das so erklärt: „Daraufhin folgte eine konzertierte Aktion aller an der Schweineproduktion Beteiligten in Schweden. Neben den Landwirten waren das auch die Behörden und Verbände, die ihre Kräfte bündelten. Seit dieser Zeit steigen die Schweinezahlen wieder. Ein zentraler Punkt ist die Bewerbung von Fleisch aus schwedischer Herkunft. Das Verbraucherinteresse wurde zunehmend geweckt und das etwas teurere Fleisch findet wieder den Weg zum Konsumenten.“ (2)

Im Klartext: Schweden hat eine verpflichtende Stroheinstreu statt einen Vollspaltenboden für Schweine, und im übrigen ein Kupierverbot für Schweineschwänze. Dort muss man den Ferkeln keine Schwänze abbrennen, weil sich die Tiere aufgrund der besseren Haltungsbedingungen nicht beißen. Und in Schweden ist der Anteil an schwedischem Schweinefleisch im Verkauf drastisch ANGESTIEGEN – trotz der höheren Preise! – weil alle zusammengearbeitet und die Konsument:innen über die deutlich besseren Haltungsstandards in Schweden informiert haben. Eine Erfolgsgeschichte also, statt dem behaupteten Niedergang! Und Österreich sabotiert diese so erfreuliche und für alle positive Situation, indem es am internationalen Markt sein Billigfleisch aus miesester Haltung anbietet. Eine Schande für den Tierschutz und für ein Land, das Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung stehen hat!

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Die Tierindustrie hat schon Trump-Niveau beim Verdrehen der Fakten und Verbreiten von Fake News. So wiederholt sie mantrahaft, dass die Putenproduktion in Österreich aufgrund besserer Haltungsbedingungen eingebrochen wäre, und dabei ist das total falsch. Ebenso behauptet sie, das Legebatterieverbot habe zum Niedergang der Eierproduktion in Österreich geführt, doch das Gegenteil ist der Fall. Jetzt zeigt eine kurze Recherche in deutschen und österreichischen Agrarmedien, dass die Lüge über den Zusammenbruch der schwedischen Schweinebranche ein reines Märchen ist. Genauso, wie die Schweineindustrie die Lüge verbreitet, es gäbe in Österreich ein Verbot des Vollspaltenbodens und vorbildliche Bedingungen. Und der Blick auf Schweden überführt eine weitere Behauptung als klare Lüge: es liegt nicht an den Konsument:innen, dass wir so wenig Tierwohlfleisch in Österreich haben. Es liegt daran, dass es keinen Mindeststandard mit Stroheinstreu in Österreich gibt, der durch eine konzertierte Informationskampagne der Öffentlichkeit vermittelt wird. Dann, so zeigt das großartige Beispiel Schwedens, würden alle Konsument:innen in Österreich Fleisch von Strohschweinen aus Österreich kaufen. Genauso, wie sie österreichische Eier aus Boden- oder Freilandhaltung kaufen. Und die Moral von der Geschichte: der Tierindustrie, der glaubt man nicht!“

(1) https://bauernzeitung.at/welche-sorgen-die-landwirte-in-schweden-haben/
(2) https://www.agrarheute.com/tier/schwein/schweden-vorreiter-sachen-tierwohl-565336

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!

29.09.2026, Wien

Freudentag für Kröten: Baubeginn Amphibienschutztunnel Hanslteich

1. Bauphase eingeleitet: VGT erfreut über rasche Durchführung

24.09.2026, Wien

Unter Schweinen – Der Undercover-Einsatz, den ich nie wieder wollte

Filmvorführung am 18. November 2026 in Wien mit anschließendem Gespräch mit Protagonistin Samara Eckardt und der Regisseurin Carmen Hammerschmidt

17.09.2026, St. Pölten

Tierschützer:innen fordern Konsequenzen für Horrorstall

50 Personen schließen sich trotz Regenwetters VGT-Demomarsch bis vor die BH St. Pölten an