Teilen:

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Südoststeiermark, 28.04.2026

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

Seit 2023 dürfe kein Schweinebetrieb mit Vollspaltenboden mehr gebaut werden, versprach die Regierung. Seit damals gäbe es keine Investitionsförderungen für Umbauten des Vollspaltenbodens, wurde betont. Dem VGT wurde jetzt ganz aktuelles Filmmaterial von April 2026 aus einem Betrieb in der Südoststeiermark zugespielt, die eindeutig das Gegenteil beweisen. Dieser Schweinebetrieb hat im Jahr 2023 seine Größe mit ursprünglich 1.700 Schweinen auf nun 3.400 Schweine erweitert. Zusätzlich befinden sich rund 300 Schweine zur Zucht im benachbarten Betrieb, ebenfalls im Familienbesitz. Für diesen Umbau und das Jahr 2023 hat der Betrieb € 111.000 erhalten, im Jahr 2024 noch einmal € 48.000. Die Fotos und Videos zeigen aber, dass es sich um einen ganz normalen Vollspaltenboden handelt, auf dem diese Schweine gehalten werden. Normal, im Sinne von einem Betonboden, der durchgehend mit Spalten durchzogen ist. Dass auf einem Drittel der Buchtenflächen nur die Hälfte der Spalten bestehen bzw. offen sind, ist für das ungeübte Auge praktisch nicht zu sehen und für die Schweine nicht zu bemerken. Die Aufnahmen zeigen dieselben typischen Verletzungen der Tiere, dieselben unhygienischen Bedingungen, dieselbe unendliche Langeweile für die Schweine, dieselbe Tierqual.

Der Film zum Betrieb: Der Skandal ist, dass das die Zukunft sein soll 

Im Jahr 2022 wurde der Vollspaltenboden in der Schweinehaltung mit dem Jahr 2040 verboten. In Aussicht gestellt wurde ein neuer Mindeststandard mit Stroheinstreu, für nach 2023 neu- oder umgebaute Betriebe (wie den jetzt aufgedeckten) galt dafür eine Übergangsfrist von 23 Jahren. Mit dem 1. Juni 2025 hat die neue Bundesregierung dieses Gesetz einfach so aufgehoben. Stattdessen wurde eine neue Regelung getroffen, nach der ab 2034 (oder für „Härtefälle“ ab 2038) eine sogenannte „Gruppenhaltung Neu“ für alle Betriebe gelten solle. Und diese sieht die Hälfte der Spalten auf einem Drittel der Bodenfläche vor. Was von der Bundesregierung als Verbot des Vollspaltenbodens verkauft wurde, ist nur dessen Fortsetzung für immer, wie die neuen Aufnahmen zeigen. Es gibt keinen auch nur irgendwie nennenswerten Unterschied zwischen der alten Form des Vollspaltenbodens und der neuen, die in 8 (bzw. 12) Jahren „neuer“ Mindeststandard wird. Die Bevölkerung soll offensichtlich getäuscht werden!

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Man will uns alle für dumm verkaufen! Aber ohne den VGT. Jetzt haben wir den Beweis, dass dieses ganze Gerede um ein Ende des Vollspaltenbodens nur Lug und Betrug ist. Ich fordere alle Menschen auf, insbesondere Medienverteter:innen und Politiker:innen, aber auch alle aus der Schweinebranche, sich die Filme aus diesem Betrieb anzusehen. Wo, bitte schön, wo ist der Unterschied zum bisherigen Vollspaltenboden? Kein Scherz: den Unterschied muss man mit der Lupe suchen. Er ist einfach nicht zu sehen, selbst wenn man genau hinschaut. Das soll das Ergebnis der jahrelangen Verhandlungen zum Vollspaltenboden gewesen sein? Das ist die großartige Verbesserung? Das kann doch wirklich niemand ernsthaft behaupten! Momentan läuft ein staatlich finanziertes Projekt namens IBeSt+, bei dem die Auswirkung von Stroh vor allem auf das Tierwohl der Schweine untersucht wird. Wenn dieses Projekt Ende 2026 seinen Abschlussbericht veröffentlicht, muss endlich gehandelt werden. 92 % der Menschen in Österreich wollen Stroh für Schweine! Mit dem Vollspaltenboden in jeder Form muss dann endgültig Schluss sein!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

 

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum „Muttertag“

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.