Teilen:

Wird das Bundestierschutzgesetz wieder einmal abgewürgt?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.11.1996)

20.11.1996

20. 11. 1996 - Endlich Parlaments-Hearing zum Tierschutz-Volksbegeheren

Diese Frage stellt sich dem kritischen Betrachter zum Hearing anläßlich des "Volksbegehrens zur Schaffung eines Bundestierschutzgesetzes" am 20. 1.. 1996 ab 10 Uhr im Plenum des Parlaments. 460.000 Österreicher, die bei einem der erfolgreichsten Volksbegehren der Nachkriegsgeschichte für ein fortschrittliches, bundesweites Tierschutzgesetz votiert haben, warten nun bereits seit acht Monaten auf diesen ersten Schritt der Bundesregierung. Doch es soll wieder einmal -- wie vor vier Jahren, als ebenfalls ca. 400.000 Unterschriften ins Parlament eingebracht wurden und nichts geschah -- gleichzeitig der letzte gewesen sein?

Die Referentenliste zeugt nämlich von einer erdrückenden Mehrheit der Befürworter der tierquälerischen Agrarindustrie, welche von der ÖVP nominiert wurden, also jener Partei, die es nun bereits seit Jahrzehnten schafft, sämtliche Ansätze in Richtung fortschrittlichen Tierschutz und Bundestierschutz im Keim zu ersticken. So entdeckt man auf dieser Referentenliste gleich zu Beginn den Herrn Landwirtschaftsminister, der sich heuer bereits zweimal für eine Erhöhung der Subventionen der Langstrecken-Tiertransporte stark gemacht hat. Gleich dahinter ein ÖVP-nominierter Beamter der EU, die ja bekanntlich die Hauptverantwortliche dafür ist, daß Tiere in Europa immer noch als reine "Ware" zählen, einzig den Interessen des freien Handels untergeordnet.

Es folgen ÖVP-nominierte Vertreter der Verbindungsstelle der Bundesländer, der Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Tierärztekammern, sowie ein Veterinär der Bundesanstalt der Tierseuchenbekämpfung, der sich wiederholt für die Massentierhaltung bzw. für eine unverantwortliche Beschwichtigungspolitik (besonders beim BSE-Skandal) stark gemacht hat.

Erst unter "ferner liefen" rangieren Vertreter unabhängiger Tierschutzorganisationen (u. a. auch Dr. F. J. Plank vom VGT), die jedoch nicht als Referenten nominiert sind, sondern sich lediglich auf Befragung eines Abgeordneten äußern dürfen. Auffällig ist, daß die Referenten zum eigentlichen Thema, nämlich Tierschutz, überwiegend aus dem Ausland stammen (zwei Schweizer sowie zwei Deutsche, wovon einer ebenfalls als unterschwelliger Befürworter der Intensivtierhaltung bekannt ist); soll hier auf spezifisch österreichische Probleme gar nicht allzuviel eingegangen werden?

Der morgige Tag wird es weisen, ob die Koalitionsregierung die einmalige Chance nützen will, endlich mit echtem Tierschutz ernst zu machen oder ob dieser -- entgegen dem dezidierten Willen hunderttausender Österreicher -- weiterhin aus leeren Phrasen auf geduldigem Papier bestehen soll.

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen

09.06.2026, Wien

Ein veganer Start in den Sommer

Das war die Veganmania MQ 2026!

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!