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Fleischkonsum im letzten Jahr wieder stark rückläufig!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.01.1998)

22.01.1998

ÖVP blockiert weiterhin Fortschritt im Tierschutz

Laut einer kürzlich veröffentlichen Nielsen-Studie setzte sich der Trend zu bewußterer und gesünderer Ernährung auch im vergangenen Jahr 1997 fort: der Fleischkonsum ging in Österreich insgesamt um 5,8% zurück, der von Schweinefleisch sogar um 8,5% bzw. von Rindfleisch um 10%! Daran dürften nicht nur die andauernden Fleischskandale und Tierseuchen der letzten Jahre (Schweinepest, BSE, Salmonellen etc.) schuld gewesen sein, sondern ein sich fortsetzender Bewußtseinswandel in der Bevölkerung, besonders in der jüngeren Generation und in gebildeteren Schichten. Auch die Umsätze der Molkereiprodukte lagen um 1,3% niedriger als noch vor einem Jahr, bei Käse war der Rückgang sogar 4,4%. Dafür stieg der Gemüsekonsum im gleichen Zeitraum um ganze 7% an!

Einziger Wermutstropfen für die betroffenen Tiere: Geflügelfleisch wurde um 2,3% mehr konsumiert, wohl eine Folge diverser Werbe-Verdummungskampagnen, die suggerieren, daß Geflügeltiere besser gehalten würde und deren Teile angeblich "gesünder" seien... Die Realität sieht leider anders aus, wie wir aus unseren Recherchen wissen!

Wirklich helfen kann den in der Massentierhaltung gequälten Tieren ja lediglich ein weiterer massiver Rückgang des Konsums tierischer Lebensmittel, denn auch beinahe zwei Jahre nach dem so erfolgreichen Tierschutz-Volksbegehren, welches von annähernd einer halben Million wahlberechtigter ÖsterreicherInnen unterschrieben wurde, hat sich "dank" des ungebrochen heftigen Widerstands der kleinen Regierungspartei nichts in Richtung Verbesserung des Tierschutz durch ein bundesweites, strenges Tierschutzgesetz getan: Nach etlichen "Experten-Hearings", Ausschuß-Sitzungen und Parlamentsdebatten präsentiert sich den mittlerweile an der Demokratie zweifelnden Bürgern das immer gleiche Bild: Die ÖVP mauert weiterhin beharrlich - gegen die vier anderen Parlamentsfraktionen - mit den immer gleichen, fadenscheinigen Argumenten: "Wir werden es nicht zulassen, daß durch die selbsternannten Tierschützer und Grünen bäuerliche Betriebe zugrunde gehen" (ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat anläßlich der dringlichen Anfrage der Grünen zum Tierschutz-Volksbegehren am 21.1.98 im Parlament).

Verschwiegen wird dabei allerdings immer, daß gerade durch die Politik dieser angeblich so bauernfreundlichen Partei in den letzten 16 Jahren fast 45 % (!!) der viehhaltenden Betriebe zugesperrt haben, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Nutztiere nur um 10% abgenommen hat - also ein massiver Anstieg von Großbetrieben und Massentierhaltungen, auf Kosten von Klein- und Mittelbetrieben und natürlich der Tiere!

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