Teilen:

Recycling von Giften und Tierkadavern

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.06.1999)

17.06.1999

 

Gnadenlose Tierausbeutung in der Massentierhaltung

Ein "Lebensmittel"-Skandal jagt den anderen: Jedes Jahr tonnenweise verdorbenes Fleisch in den Kühlregalen der Supermärkte, verbotene Hormone im Kalb- oder Rindfleisch, Rinder (und Menschen-)Wahnsinn durch Verfüttern von infizierten Tierkadavern an pflanzenfressende Kühe, jährlich tausende von Salmonellenerkrankungen durch verseuchte Eier oder Hühner, laufend neue Seuchenzüge der Schweinepest mit Millionen von gekeulten Tieren und jetzt der Dioxinskandal: Altöle und andere Giftstoffe werden dem Tierfutter beigemengt, um sich die Entsorgung zu sparen. Mittlerweile macht der von Belgien kommende Skandal bekanntlich auch vor unseren Ställen und Futtermittelfirmen nicht mehr halt, allen Beschwichtigungen der Tierindustrie und Politikern zum Trotz!

Diese Skandale der letzten Jahre haben ALLE eine gemeinsame Ursache, die jedoch offiziell nie Erwähnung findet: die Profitmaximierung und damit verbundene gnadenlose Ausbeutung der Mitgeschöpfe durch die moderne Intensivtierhaltung. Das Groschengeschäft mit immer billiger werdenden Eiern und Fleisch kann nur auf Kosten der sog. "Nutztiere", der Umwelt und letztlich auch jener Menschen gehen, die diese "Lebens"-Mittel konsumieren. Wer weiß z.B. schon, daß eine Legehenne in ihrem kurzen Leben, eingepfercht auf 2/3 einer A4-Seite, fast 400 Eier legen muß, um "rentabel" zu sein? Oder daß ein Masthendl in nur 35 Tagen das 37-fache seines Gewichts zunehmen muß, bevor es zum Transport in winzige Kisten gestopft und nachher brutal umgebracht wird? Oder daß ein Mastschwein nur gut 3 Monate alt wird (bei einer Lebenserwartung von 21 Jahren), bis zu dreimal von einem trostlosen Betonpferch in den nächsten umgestallt wird, bis es schließlich auf riesige Transporter und nachher in den Schlachthof geprügelt wird?

Damit diese "gewinnmaximierende" Tortur noch einträglicher wird, werden die Tiere auch noch als Sondermüll-Deponie bzw. als "Recycling von Schadstoffen" mißbraucht: Im Fertig-Tierfutter findet man -- zumeist sogar legal -- "leistungsfördernde" Antibiotika, Kadaverreste von durch Seuchen umgekommenen Artgenossen, mit schweren Giften eingeschläferte Haustiere oder -- wie der jüngste Skandal belegt -- Reste von dioxinverseuchtem Altöl bzw. Kühlflüssigkeit.

Was muß eigentlich noch alles passieren, ja wieviele vergiftete Konsumenten bzw. Millionen umgebrachter Tiere müssen noch dran glauben, bis die "verantwortlichen" Politiker endlich handeln, anstatt zu beschwichtigen? Ein neues Pseudo-"Bio"-Siegel, wie jüngst vorgeschlagen, ist reine Augenauswischerei. Biozeichen gäbe es nämlich schon genug. Die Wurzel des Übels bleibt aber die industrialisierte Massentierhaltung, ohne Rücksicht auf Tier, Umwelt und Gesundheit, hervorgerufen durch die schier unermeßliche Gier des Menschen nach billigstem Fleisch, Eiern und Milchprodukten.

Unser stets aktueller Tip: Essen Sie vegetarisch, der Gesundheit und den Tieren zuliebe!

Aus diesem Anlaß: VGT-Aktion mit Dr. Madeleine Petrovic und Andreas Wabl, 18.6.1999, 9.30 Uhr, Parlament, Eingang Schmerlingplatz: Wir werden mit Hühner- und Schweinemasken verkleideten Aktivisten Behälter mit den Aufschriften "Dioxin", "Altöl", "Tierkörpermehl" bzw. "Antibiotika" mittels riesigen Trichtern einflößen.

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!

08.04.2026, Wien

SLAPP-Prozess: VGT eröffnet Petition an SPAR, aus Vollspaltenfleisch auszusteigen

SPAR hat den VGT im Juli 2022 (!) wegen dessen Kritik am Verkauf von Schweinefleisch aus Haltung auf Vollspaltenboden geklagt; der Prozess läuft noch immer

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben