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Hühnerhallen in St. Peter/NÖ vor dem Aus?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.03.2002)

Laaben, 25.03.2002

St. Peter in der Au - bald Vorzeigegemeinde in Sachen Hühnerhaltung? Verein gegen Tierfabriken unterstützt den Kampf gegen dortige Hühnerfabriken

Der "Hahnenkampf" in St. Peter/Au steht möglicherweise vor dem baldigen Aus. Die Diskussionen um die 7000 Junghühner in den ohne neuerlicher Genehmigung in Betrieb genommenen Hallen haben hohe Wellen geschlagen. Sowohl der Verein gegen Tierfabriken (VGT), als auch eine Bürgerinitiative vor Ort haben sich immer wieder für eine Stillegung derselben eingesetzt. Nun ist dies möglicherweise endlich von Erfolg gekrönt, denn es wurde vonseiten der Gemeinde keine neuerliche Genehmigung erteilt und gegen die Berufung wurde sowohl vom Bürgermeister als auch vom Gemeinderat gestimmt.

Der oö. Unternehmer kaufte im vergangenen Sommer die Hühnerhallen einer in Konkurs gegangenen Firma. Seither laufen Anrainer und Bürgerinitiative gegen die Hühnerfabrik Sturm, denn es werden Schadstoffbelastungen des Grundwassers, Gestank und dadurch bedingte Gesundheitsschädigungen im ganzen Ort befürchtet - wie dies bereits beim Vorgänger nachgewiesen worden war. Zur Zeit befinden sich noch etwa 7000 Aufzuchthühner in den Hallen - interessantes, tierschutzrelevantes Detail dazu: Der Betreiber gab an, die Hallen NICHT zu heizen, jedoch waren schon seit dem extrem kalten Januar Küken in den Hallen eingestallt!

Nun soll aber der Grund, auf dem die Hallen stehen, wahrscheinlich doch endlich in Bauland umgewidmet werden, ein Ergebnis, mit dem alle zufrieden sein könnten: die Hallen sollen abgerissen werden und die Hühner noch vor Ende März ausgestallt werden. Wohin, das liegt auf der Hand - ins benachbarte Seitenstetten, wo bereits zigtausende Legehühner in Batterien ihr trauriges Dasein fristen und wo ja der bekannte Hühnerbaron eine Hühnerbatterie betreibt.

Aber sogar der ÖVP-dominierte Gemeinderat St. Peter hat jetzt einstimmig eine Resolution an die NÖ Landesregierung geschickt, mit der Aufforderung, die Käfighaltung in NÖ endlich zu verbieten. Dies erscheint immerhin recht fortschrittlich angesichts der Nachbargemeinden Seitenstetten und Biberbach, in denen es von Hühnerbatterien förmlich wimmelt. Vielleicht auch ein Anstoß für den dortigen ÖVP-Bürgermeister und den Hühnerbaron?

Der VGT fordert nun auch eine Betriebsprüfung der Hallen in Seitenstetten, denn diese waren schon bei Inbetriebnahme überbelegt - und wird weiterhin vehement ein Verbot der Käfighaltung in NÖ (sowie OÖ, Stmk und dem Bgld) auftreten.

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