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1. Geburtstag Abu - Zirkus und Zoo - Zuchthaus der traurigsten Elefanten der Welt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.04.2002)

Wien, 23.04.2002

Am 25.April 2002 wird das Elefantenkind Abu 1 Jahr alt, gezeugt durch künstliche Besamung, weil der Zuchtbulle in Schönbrunn damals noch zu jung war - man in Schönbrunn aber schleunigst auf Nachwuchs aus war

Elefantenkind Abu im Schönbrunner Zoo ein Jahr alt! Tierrechtsorganisationen gegen Wildtiere in Gefangenschaft und deren widernatürliche Auswüchse

Am 25.April 2002 wird das Elefantenkind Abu 1 Jahr alt, gezeugt durch künstliche Besamung, weil der Zuchtbulle in Schönbrunn damals noch zu jung war - man in Schönbrunn aber schleunigst auf Nachwuchs aus war. Mittlerweile wird auch der Bulle Vater - untragbare Auswüchse wider die Natur, präsent im Paradezoo für die Öffentlichkeit! Somit ist in Wirklichkeit auch Schönbrunn nur ein Zuchthaus, das seine Insassen um jeden Preis zu vermehren sucht.

Auch der kleine Abu ist bereits verplant in dem Schönbrunner Zuchtprogramm.

Dr. Daphne Sheldrik, die weltberühmte Elefanten-Expertin, dazu: "Völliger Schwachsinn, denn erstens sind Zoos keine Orte in denen Elefanten leben und sich wohlfühlen können und das 'Überleben' eines Elefantenbestandes in einem Zoo mit Hilfe der künstlichen Befruchtung zu erzielen ist nicht nur ein Anachronismus sondern auch Tierquälerei, denn die meisten in Zoos geborenen Elefanten-Babies werden von ihren Müttern, die sehr wohl wissen, dass ein Zoo kein Platz für einen Elefanten ist, getötet. Das Ele-Baby muss in einem Zoo normalerweise sofort nach der Geburt von der Mutter getrennt und künstlich aufgezogen werden, um sein Überleben überhaupt sicherzustellen, während die Mutter unter ständiger Sedierung in einem separaten Gehege und in ihrem eigenen Trauma gefangengehalten wird."

Die Tierrechtsorganisationen "Internationaler Bund der Tierversuchsgegner", "For Animals" und "Verein gegen Tierfabriken" haben dazu Prof. Dr. Julian Bauer, den mit seinen Elefantenschutz-Programmen in afrikanischen Kriegs- und Krisengebieten bekannt gewordene Tropen-Ökologe zu einer Pressekonferenz direkt aus Afrika eingeladen: Prof. Dr. Bauer:" Die künstliche Besamung von Elefanten in Zoo, Zirkus oder hinter Zaun ist eine staatlich sanktionierte und vom Veterinär begangene Vergewaltigung eines versklavten Tieres, einem zusätzlich und unter Ausnutzung der Unwissenheit der Zoo-Besucher aus den niedrigen Beweggründen der Geld- und Raffgier sowie pseudowissenschaftlicher Geltungssucht begangenen Verbrechen für das es keine Rechtfertigung gibt. Statt die Elefanten in freier Wildbahn mit allen Mitteln zu schützen, werden sie gefangen, können aber niemals artgerecht gehalten werden und werden dann noch künstlich vermehrt. Die Versklavung der Tiere wie der Menschen muss enden."

Prof. Dr. Bauer und die Tierrechtsorganisationen sprechen sich im Rahmen einer Pressekonferenz "Wildtierzoo - Zuchthaus der traurigen Sklaven" am 23.4.02 generell gegen die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft aus, gegen Nachzucht und Wildfänge und werden dem mit einer Demonstration am 24.4.02 Nachdruck verleihen. Bereits bestehende Zoos sollten lediglich nur mehr als Auffangstationen für beschlagnahmte Wildtiere aus Privat- oder Zirkushaltung dienen, da Wildtiere in Zirkussen ohnehin ab dem Jahr 2005 in Österreich verboten sind.

Dass gefangengehaltene Wildtiere immer wieder auch den Menschen zum Verhängnis werden, darf nicht verwundern, wie der erst kürzliche, tragische Vorfall im Schönbrunner Zoo bewiesen hat. Bei insgesamt 10 Vorfällen zwischen 1990 und 2002 wurden allein in Österreichs Zoos 10 Menschen zum Teil schwer verletzt, 2 kamen dabei ums Leben - eine Statistik die eigentlich für sich selbst spricht. Prof. Dr. Julian Bauer:" Aber auch die Zoo-Besucher sind aufgerufen ihr Verhalten zu überdenken, denn nur solange es noch Menschen gibt, die sogar dafür bezahlen ein in Gefangenschaft gehaltenes Wildtier zu begaffen, wird es diese Wildtier-Quäl-Stationen und ihre meist selbst verhaltensgestörten Betreiber geben können."

Interessantes Detail: Wie dem Kurier vom 22.4.02 entnehmbar, wird der kleine Elefant in Schönbrunn regelmäßig mit Bambusstöcken "erzogen" und ab nächste Woche zeitweilig sogar angekettet!

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