Teilen:

VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN rettet todkrankes Schwein!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.08.2002)

Wien, 25.08.2002

Skandale, Krankheiten, EU-weite Diskussionen - doch die "Nutz"tiere leiden weiter

Weitere Bilder und Informationen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag den 25. August gelang es dem VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN ein Schwein vor dem sicheren Tod zu retten. Eines von vielen, beispielgebend für die Forderung nach mehr Rechten für Tiere. Die Tierschützer holten mit der Tierrettung das verletzte und todkranke Tier aus einer Tierfabrik, versorgten es vor Ort und brachten es zu einem Gnadenhof, wo es nun gesundgepflegt wird und einer sicheren Zukunft entgegenblickt. Der Tierfabriksbesitzer wird wegen Tierquälerei und unterlassener Hilfeleistung angezeigt.

Der riesige Schweinemastbtrieb aus Neukirchen/Enknach Bezirk Braunau in OÖ mit 4000 Schweinen war schon mehrmals in den Schlagzeilen. Auf engstem Raum eingepfercht, schwerverletzt und schweratmend aufgrund von Lungenentzündungen und Schmerzen, vegetieren diese Tiere immer noch elend dahin, obwohl bereits zu Beginn des Vorjahres die Behörden alamiert worden sind und der Betreiber auch einige Auflagen bekam, die aber nur kosmetischer Art sind und keine echten Verbesserungen für die Tiere bringen. Immer noch liegt die jährliche Todesrate der Tiere, die bereits in der Tierfabrik verenden, bei 1200. Immer noch sind die Tiere und ihre Mastboxen vollkommen verdreckt, viele Tiere sind schwerkrank und übersät von Geschwüren und mit abgebissenen Schwänzen. Es gibt keine frische Luft und kein natürliches Licht. Kein anderes Bild bot sich am vergangenen Wochenende: Schwerstverletzte Tiere, darunter eines mit offensichtlich gebrochenem Rückgrat, das sich am Bauch robbend dahinschleppte, ein anderes mit wahrscheinlichem Hirnschaden, das nicht nur die typisch monotonen Bewegungen machte, sondern den Kopf in völlig unnatürlicher Weise hielt und dem die Augen aus den Höhlen quollen...

Obwohl mittlerweile hinlänglich bekannt ist, wohin diese Tierhaltung führt, nämlich zu Seuchen und Krankheiten für Tiere und Menschen, ändert sich hinter den Fabriksmauern kaum etwas. Neue EU-Richtlinien sollen das Leben der Schweine etwas verbessern (wie zum Beispiel Einstreu, doch in welchem Maße und unter welcher Kontrolle?), bringen aber kein Verbot für Betriebe dieser Art.

Bei dem geretteten Tier, dass übrigens aus Deutschland stammt (der Betreiber, ebenfalls Deutscher, meinte sinngemäß: "Die Deutschen hätten das bessere Ferkelmaterial."), handelt es sich um einen sogenannten"Kümmerling",viel zu klein und zu dünn für sein Alter, schwerste Verletzungen an beiden dick geschwollenen Hinterbeinen, klaffende, verdreckte Wunden und Beulen am ganzen Körper...

Das gerettete Tier wird von nun an ein anderes Leben führen, es wird die Sonne sehen und auf Erdboden laufen, artgemäß ernährt werden und - es wird ein Symbol für die Forderungen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN nach einem würdigem Leben für alle Nutztiere und nach einer Verringerung des allgemeinen Fleischkonsums.

Sollte Fabriksbetreiber Anzeige erstatten und sollte es gar zu einem Prozeß kommen, so wird sich der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN diesem stellen, als Interessensvertreter der Tiere. Das gerettete Schwein kann am Gnadenhof besucht werden, die Adresse wird auf Wunsch bekannt gegeben.

24.07.2026, Wien

Für die Rechte der Wassertiere

Der VGT veröffentlicht die Erklärung der Rechte der Wassertiere.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Schifftransporte schwangerer Kalbinnen nach Algerien

Der Beginn einer tagelangen Tortur in den Tierschutz-Hochrisiko-Staat Algerien.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper

17.07.2026, Wien

Die Hälterung von Speisefischen aus Tierschutzsicht

Es ist üblich, Zuchtfische vor der Tötung hungern zu lassen. Tierfreundlich ist das nicht.

10.07.2026, Tirol

Tiroler Tierschutzlehrkräfte - Team gibt praxisnahe Einblicke in Tierrechte und Aktivismus

Oberstufen-Workshop als Ausklang eines erfolgreichen Schuljahrs

10.07.2026, Wien

1. Durchbruch: Bauarbeiten für Amphibientunnel in vollem Gange

VGT freut sich über Baustart am Schottenhof, Hanslteich folgt

09.07.2026, Wien

VGT warnt: Deutsche Brieftaubenverbände wollen tausende Tiere in Wien aussetzen

Am 25. Juli sollen Brieftauben von Wien 500 km bis nach Bayern fliegen – 50-75 % davon werden sterben oder die Stadttaubenpopulationen am Weg dorthin vergrößern!

08.07.2026, Wien/EU

VGT begrüßt neue EU-Strategie zu „Nutztieren“, mahnt aber Umsetzung ein

EU will die Tötung von Kücken und die Käfighaltung von Hühnern verbieten, sowie Tierwohl-indikatoren für Masthühner und ein Verbot von Kastenständen für Mutterschweine einführen