Teilen:

Die ÖVP lässt die Tierschützer hängen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.11.2002)

Wien, 21.11.2002

- im doppelten Sinn. Seit heute 11:00 Uhr besetzen 30 AktivistInnen des VGT die ÖVP-Bundeszentrale in der Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien. An der Fassade hängen TierschützerInnen mit einem Banner "Stopp der ÖVP-Tierqualpolitik",

Dickhäutige Tierschützer harren bis zur Elefantenrunde aus

Die ÖVP lässt die Tierschützer hängen - im doppelten Sinn. Seit heute 11:00 Uhr besetzen 30 AktivistInnen des VGT die ÖVP-Bundeszentrale in der Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien.

--> Bilder von der Besetzung

An der Fassade hängen TierschützerInnen mit einem Banner „Stopp der ÖVP-Tierqualpolitik“, andere haben sich am Balkon, im Vorraum und neben dem Eingang angekettet. Ihr Ziel: Die ÖVP soll - wie die anderen Parlamentsparteien - eine Erklärung für Tierschutz in die Verfassung und eine Tieranwaltschaft unterzeichnen, zwei Uraltforderungen für einen effektiven Vollzug im Tierschutz.

In den letzten Tagen ließ die ÖVP mit ihrer Ankündigung aufhorchen, dass sie ihre jahrzehntelange Blockade eines Bundestierschutzgesetzes aufgeben wird. Medien- und zeitgerecht inszeniert - wenige Tage vor der Nationalratswahl.

Wie ernst es die ÖVP damit meint, zeigt sich an der Tatsache, dass sie nach wie vor als einzige Partei eine von 40 Tierschutzorganisationen verfasste Garantieerklärung nicht unterzeichnen will. Eine diesbezügliche Frist ist heute, Donnerstag um 9:00 Uhr tatenlos verstrichen.

Zynisch mutet da auch eine Aussage der ÖVP-Abgeordneten vor Landwirten im Bezirk Vöcklabruck zum Thema Bundestierschutzgesetz an: Es werde nicht so heiß gegessen wie gekocht. Die Bauern sollten sich daher keine Sorgen machen, schließlich sei man jetzt im Wahlkampf.

Die wichtigsten Punkte, gegen die sich die ÖVP weiterhin sträubt:

- die Verankerung des Tierschutzes als Rechtsgut im Verfassungsrang:
Ohne Verfassungsrang ist eine gleichberechtigte Rechtsabwägung des Tierschutzes mit Staatszielbestimmungen Religionsfreiheit, Freiheit der Kunst und Freiheit der Wissenschaft (Tierversuche!) unmöglich. Ohne Verfassungsrang bleibt ein eklatantes Vollzugsdefizit bestehen.

- Einrichtung einer Tieranwaltschaft,
die zukünftig als Interessenvertretung für Tiere in Tierschutzfragen öffentlich einschreitet.

Beides waren auch Forderungen des erfolgreichen Tierschutzvolksbegehrens aus dem Jahr 1996.

 

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

06.10.2026, Wien

Tierschutzlauf 2026 stellt Rekorde auf

Am Sonntag, 4. Oktober 2026 – dem Welttierschutztag – fand der 15. Tierschutzlauf auf der Prater Hauptallee statt. Bei bestem Wetter wurde ein neuer Besucher:innen- und Teilnehmer:innenrekord aufgestellt.

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!