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Zirkusbetreiber verletzt Tierschützer

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.07.2003)

Wien, 13.07.2003

Betreiber des Zirkus Belly-Wien, wurde am 8. Juli 2003 wegen Körperverletzung zu 1000 Euro Strafe zuzüglich 1000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Er hatte einige AktivistInnen des Verein Gegen Tierfabriken, die friedlich gegen die Wildtierhaltung im Zirkus demonstrierten, angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

Betreiber des Zirkus Belly-Wien, wurde am 8. Juli 2003 vom Bezirksgericht in Bad Ischl, OÖ, wegen Körperverletzung zu 1000 Euro Strafe zuzüglich 1000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Er hatte am 15. September 2001 einige AktivistInnen des Verein Gegen Tierfabriken, die friedlich gegen die Wildtierhaltung im Zirkus demonstrierten, angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

Er war mit den 2 Elefanten und einem Elefantenstock mitten in die Demonstration der TierrechtlerInnen hineingelaufen, und hatte sofort begonnen auf die Menschen einzuschlagen. Er schlug den Kameramann des VGT, der den Angriff filmen wollte, zu Boden und zerstörte seine Kamera. Dennoch wurde die maßlos brutale Attacke gefilmt: ein 10 jähriger Passant hatte zufällig eine Videokamera dabei und schaltete sie auch im entscheidenden Augenblick ein. Das 5 minütige Video zeigt mit welcher ungeheuren Brutalität er auf die friedlichen TierrechtlerInnen, die sich überhaupt nicht wehrten, einschlug.

Am 8. Juli kam es zum Prozess. Der Betreiber bekannte sich nicht schuldig und behauptete er sei angegriffen worden und habe sich bloß gewehrt. Immerhin gestand er ein, dabei 20 bis 30 Schläge mit dem Elefantenstock gegen TierrechtlerInnen ausgeführt zu haben. Die Vorführung des Videos vor Gericht bewies aber sehr deutlich, dass nicht nur der Angriff sondern alle Gewalt vom Betreiber und anderen Zirkusangestellten ausgegangen war. Dennoch zeigte er keine wie immer geartete Reue. Wörtlich kommentierte er: „Kein normaler Mensch hätte anders reagiert.“

Ab 2005 soll die Wildtierhaltung in Zirkussen verboten werden. Der Zirkus Belly-Wien hatte zunächst 3 Elefanten. Im November 2001 wurde der Betreiber verurteilt gegen das Artenschutzabkommen verstoßen und einen Elefanten illegal nach Österreich eingeführt zu haben. Bevor der Elefant beschlagnahmt werden konnte, brachte er ihn illegal über die Grenze nach Deutschland, um ihn zu verstecken. Bei der am 20. Juni 2003 durch die deutsche Polizei in Thüringen versuchten Beschlagnahme, widersetzte er sich mit Unterstützung anderer Zirkusleute erfolgreich mit Gewalt.

Um dem drohenden Auftrittsverbot für Wildtierzirkusse in Österreich zu entgehen, verkaufte er im Herbst 2002 die anderen beiden Elefanten an den deutschen Zirkus Fliegenpilz. Einer der Elefanten verstarb kurz darauf am 28. November 2002 in Trier. Er musste schon beim Verkauf todkrank gewesen sein.

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