Teilen:

Klage der Tierschutzministerin gegen Tierschutzverein abgewiesen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.12.2005)

Wien, 09.12.2005

Das Handelsgericht Wien hat jetzt in seinem Urteil in allen Punkten dem Verein Gegen Tierfabriken Recht gegeben

Das Handelsgericht Wien hat jetzt in seinem Urteil in allen Punkten dem Verein Gegen Tierfabriken Recht gegeben

Mit dem Bundestierschutzgesetz wurde das Ausstellen wildgefangener Singvögel auch im oö Salzkammergut verboten. Die Tierschutzministerin stellte im Juli eine Novelle dieses Gesetzes in Aussicht, die das Ausstellen der gefangenen Singvögel wieder erlaubt hätte. Im Rahmen einer Kampagne des Verein Gegen Tierfabriken gegen diese Verschlechterung des Tierschutzgesetzes wurden auch Flugblätter verteilt, in denen ein „Sündenregister“ der Tierschutzministerin in 8 Punkten aufgelistet war. Die Ministerin klagte nun den VGT bzgl. der meisten dieser Punkte und verlangte eine Einstweilige Verfügung gegen das Flugblatt: es sollte nicht mehr verteilt werden dürfen.

In seinem Urteil hat jetzt das Handelsgericht Wien die Klage auf Einstweilige Verfügung in allen Punkten zurückgewiesen. Wörtlich sagte der Richter in seinem Urteil: „Der Beklagte [VGT] hat somit im Lichte der aufgezeigten Rechtssprechung durch seine Behauptungen die Grenzen einer zulässigen Kritik in der für eine demokratische Gesellschaft notwendig offenen politischen Diskussion nicht überschritten.“ Die Kosten für das Verfahren trägt das Ministerium und damit letztendlich der Steuerzahler.

Es darf also weiter behauptet werden, dass die Ministerin:

  • erlaubt, dass bestehende Gesetze gebrochen werden
  • betäubungslose Hausschlachtungen erlaubt
  • sich mit Kontrollen der Nutztierhaltungen alle 50 Jahre begnügt
  • den Tierschutzrat ignoriert
  • eine Ausnahmeregelung für den Singvogelfang schaffen wollte
  • und Kindergartenkinder einer McDonalds-Werbung aussetzt.

Der VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „Diese Klage der Ministerin gegen den VGT war ein Rundumschlag, der uns offenbar einschüchtern sollte. Das Handelsgericht hat jetzt bestätigt, dass wir unsere Vorwürfe auf gut recherchierten Fakten basieren und seriös präsentieren. Wir werden uns deshalb sicher nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin laut und unbequem bleiben. Auf der anderen Seite hat die Ministerin bereits dankenswerter Weise diese Novelle zurückgezogen und steht jetzt hinter dem Singvogelfangverbot, das noch in OÖ seines Vollzuges harrt. Der VGT wird die Ministerin daher nicht nur in dieser Sache unterstützen, sondern hat ihr auch jede Hilfe in der Verteidigung unseres Wildtierhaltungsverbots im Zirkus gegen Angriffe durch die EU-Kommission zugesagt. Wir sind nicht nachtragend, sondern stehen bedingungslos auf Seiten der Tiere, entsprechend unserer Aufgabe als Tierrechtsverein.“

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern

19.05.2026, Steiermark

VGT erstattet 1025 Anzeigen gegen Vollspalten-Schweinefabriken in der Steiermark

Es besteht der Verdacht, dass keiner dieser Betriebe allen Schweinen einen physisch angenehmen Liegebereich bietet, wie gesetzlich seit Juli 2022 vorgeschrieben

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot