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Kommt bald Ende der Primatenversuche in der EU?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.08.2007)

Wien, 16.08.2007

EU-Abgeordneten-Initiative zur Abschaffung grausamer Experimente an Affen

EU-Abgeordneten-Initiative zur Abschaffung grausamer Experimente an Affen

Sie gehören zu den grausamsten Tierversuchen überhaupt – Experimente an Primaten, einer Tiergruppe, der genau genommen auch der Mensch selber angehört, und das ist wohl auch mit ein Grund, warum eine überwiegende Anzahl der Menschen ein besonderes Grauen empfindet angesichts der teils unbeschreiblich grausamen Experimente, denen diese so menschlichen Tiere ausgesetzt werden. So ist es wenig verwunderlich, dass bei einer 2006 von der Europäischen Union durchgeführten öffentlichen Anhörung eine überwältigende Mehrheit die Verwendung von Primaten für Tierversuche ablehnt.

10.000 Affen in Labors in der EU zu Tode gefoltert
Wie dringend gesetzliche Schutzvorkehrungen gegen den Missbrauch der Affen zu fragwürdigen „medizinischen“ und sonstigen Experimenten ist zeigt die Tatsache, dass jedes Jahr mehr als 10.000 Primaten in EU-Versuchslabors „verbraucht“ werden, tausende von entsetzlichen Einzelschicksalen von Lebewesen, deren DNA bzw. genetisches Erbgut zu 90 Prozent oder mehr mit dem des Menschen übereinstimmt und deren kognitive, psychische und physiologische Ausstattung der des Menschen gerade in Punkto Leidens- und Empfindungsfähigkeit um nichts nachsteht - die betroffenen „Tiere“ also ganz besonders unter den Versuchen leiden.

Tierschutzethische, ökologische und wissenschaftliche Argumente
Zieht man in Betracht, dass rund 26% der Primatenarten vom Aussterben bedroht sind, gibt es neben diesen tierschutzethischen und tierrechtlichen Gründen auch noch gravierende Artenschutzargumente, keine Affen mehr für Tierversuche zu missbrauchen.
Auch wissenschaftliche Argumente sprechen gegen den Einsatz der nächsten Verwandten des Menschen für die Vivisektion: eindeutig ist nämlich erwiesen, dass trotz der Ähnlichkeit zwischen dem Menschen und anderen Primaten Versuche an letzteren auf den Menschen nicht ausreichend übertragbar sind und diese die Genauigkeit auf der Beobachtung von Menschen beruhender klinischer und sonstiger Studien nicht annähernd erreichen können.
Zudem stehen dank medizinisch-technischem Fortschritt heute alternative Methoden zur Verfügung, die den grausam-schmerzhaften Einsatz von Tieren vielfach unnötig machen.

Richtungsweisende Initiative
Fünf Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben aus diesen Erkenntnissen die Konsequenzen gezogen und haben eine Schriftliche Erklärung zum Verbot der Verwendung von Primaten in wissenschaftlichen und sonstigen Versuchen eingebracht. Bis zum 6. September 2007 muss die Mehrheit der EU-Abgeordneten diese Erklärung unterschrieben haben um weiterbehandelt zu werden.
Von den österreichischen Abgeordneten hat bereits eine Mehrheit unterschrieben, insbesondere die meisten Europaabgeordneten der SPÖ, der Grünen und Liberalen bzw. Unabhängigen. Als absolute Tierschutzverweigerer scheinen sich auch diesmal wieder die EU-Abgeordneten der ÖVP zu profilieren, die auch weiterhin Primaten zu schmerzhaften Tierexperimenten herangezogen sehen wollen...

Nutzen Sie gleich die Möglichkeit, jene österreichischen EU-Abgeordneten, die dieser wichtigen Tierschutzinitiative im Weg stehen, zum Handeln aufzufordern!

Ralph Chaloupek, Gründer der „Österreichischen und Europäischen Tierrechtspartei“, die sich gerade im Aufbau befindet, zu dem verdienstvollen Vorstoß der fünf EU-Abgeordneten:
“Einer immer größer werdenden Anzahl von Europa-Abgeordneten dämmert langsam, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas in ihrer überwältigenden Mehrheit den völlig unzeitgemäßen, vielfach barbarischen Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft nicht länger hinnehmen wollen. Wer als Deligierter der europäischen Bevölkerung im EU-Parlament residiert, der hat im Dienst der BürgerInnen fortschrittliche und ethische Politik zu machen und nicht die zweifelhaften Interessen finsterer Lobbys und Interessengruppen zu vertreten, schon gar nicht die der obskuren Tierversuchsindustrie. Dass die EU-Abgeordneten der ÖVP wieder einmal Verbesserungen im Tierschutz zu blockieren versuchen ist eine fortgesetzte Bankrotterklärung für diese selbsternannte „Volkspartei“, die schon längst die Verbindung und den „Draht“ zum Volk verloren hat und keine Ahnung von den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen zu haben scheint. Wer wie EU-Funktionäre der ÖVP zugunsten von Tierquälerei und Tierausbeutung mauert, der hat seine Legitimation verwirkt und ist als VolksvertreterIn nicht länger akzeptabel, nicht auf EU-Ebene, und auch sonst nirgends...“

 

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