Teilen:

Fragliches Freizeitvergnügen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.05.2008)

Wien, 20.05.2008

Und wieder stürmten Tausende BesucherInnen die "Haustier Aktuell" Messe mit der angeschlossenen "Exotica" Reptilienbörse in der Arena Nova in Wiener Neustadt

Und wieder stürmten Tausende BesucherInnen die Messe mit der angeschlossenen Reptilienbörse in der Arena Nova in Wiener Neustadt

Der Kontrast könnte größer nicht sein. Tiere in Angst, eingesperrt, unzähligen fremden Blicken ausgesetzt – dem gegenüber stehen Menschen in ihrer Freizeit auf der Suche nach Vergnügen.

Tiermessen und Reptilienbörsen boomen wie selten zuvor. Letztes Jahr wurden bei dieser Veranstaltung 13.500 BesucherInnen gezählt. Das Ausstellerverzeichnis verrät welch weite Reisen viele der ausgestellten Tiere hinter sich haben, vor allem die ReptilienhändlerInnen kommen zu einem guten Teil aus den benachbarten Staaten. In kleinen körpergroßen Klarsichtsboxen müssen die Tiere so tagelang ausharren. Auch hier ist wieder einmal der Beweis, dass das Tierschutzgesetz möglichst negativ für die Tiere interpretiert wird. In der Börsenverordnung steht, dass die Börsendauer inklusive An- und Abtransport 12 Stunden nicht überschreiten darf. Von der Behörde wird als An- und Abtransport allerdings nur das Bringen vom Fahrzeug in den Veranstaltungsraum und retour gedeutet.

Aber auch eindeutig gesetzeswidrige Unterbringungen für die Tiere konnten bei dieser Messe dokumentiert werden. Reptilien ohne Einstreu, Schildkröten ohne Rückzugsmöglichkeiten, zu kleine Ausstellungsbehältnisse, Katzen mit nicht korrektem Sichtschutz. Ein ganz junger Brillenkaiman wurde sogar zum Kauf angeboten. Dieses Tier fällt unter die gefährlichen Tiere und darf in NÖ nur unter bestimmten Voraussetzungen gehalten werden.

So verwundert es doch besonders, dass der Veranstalter, der schon des öfteren von den verschiedensten Tierschutzvereinen wegen Übertretungen der Börsenverordnung und des Bundestierschutzgesetzes angezeigt wurde, immer wieder die behördliche Genehmigung zur Abhaltung von Börsen bekommt.

Der VGT hat diese Übertretungen zur Anzeige gebracht und fordert ein generelles Verbot von Reptilienbörsen.

20.02.2026, Salzburg

Jagdmesse Salzburg: illegale Tellereisenfallen und Abschüsse von Bären verkauft

Für Außenstehende wirkt die Mentalität der Menschen, die da als Kund:innen angesprochen werden sollen, schwerst pathologisch – Tierschutz-Demo vor dem Messegelände

19.02.2026, Wien

42* Klimaaktivist:innen angeklagt: VGT solidarisch, Klimawandel größte Bedrohung

Bei einer derart drastischen Bedrohung für uns alle sind auch drastische Aktionen gerechtfertigt – es wäre ein Verbrechen, sehenden Auges die eigenen Kinder in den Untergang zu schicken!

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A