Teilen:

Oberstaatsanwaltschaft: Einrammen der Türen bei TierschützerInnen war rechtswidrig

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.06.2008)

Wien, 30.06.2008

Eine erste Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft zu den Hausdurchsuchungen bei TierschützerInnen liegt vor. Das Urteil des Oberlandesgerichts in dieser Angelegenheit wird für nächste Woche erwartet.

Eine erste Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft zu den Hausdurchsuchungen bei TierschützerInnen liegt vor. Das Urteil des Oberlandesgerichts in dieser Angelegenheit wird für nächste Woche erwartet.

Aus einer Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft Wien vom 25. Juni geht hervor, dass sie die gewaltsamen Öffnungen der Wohnungstüren im Rahmen der zahlreichen Durchsuchungen am 21.5.2008 gegen TierschützerInnen als rechtswidrig erachtet.

Wörtlich heißt es, dass die Betroffenen jeweils „in einem subjektivem Recht verletzt“ wurden, „da die gewaltsame Öffnung der Wohnungstüre unter Verletzung der Bestimmung des § 121 Abs. 1 StPO durchgeführt wurde“.

Zu vielen anderen Kritikpunkten, wie z.B.

  • Verwehrung der Beiziehung einer Vertrauensperson,
  • Verwehrung der Verständigung eines Anwalts
  • Festhalten in einem Zimmer
  • Art der Durchführung der Durchsuchung (gezogene Waffen, erniedrigende Maßnahmen)
  • Sicherstellung von Gegenständen die von der Anordnung nicht umfasst waren
  • Erfassung biologischer Spuren Unbeteiligter

liegen offenbar noch keine Stellungnahmen der Kriminalpolizei vor. Die Oberstaatsanwaltschaft kann daher dazu nach eigenen Angaben noch keine Stellungnahme abgeben.

In einem Fall bestätigte die Oberstaatsanwaltschaft sogar, dass ein Beschluss mit welchem die Durchsuchung eines Haushalts bewilligt wurde, rechtswidrig war. Die Oberstaatsanwaltschaft vertritt die Meinung, dass in diesem Fall kein ausreichender Anfangsverdacht eines strafbaren Verhaltens vorlag.

Harald Balluch, Geschäftsführer des Verein Gegen Tierfabriken: „Ein erster Lichtblick in dieser Angelegenheit. Da selbst die Staatsanwaltschaft derartige Kritik am Vorgehen der Exekutive äußert und sogar einen Gerichtsbeschluss für rechtswidrig hält, hoffen wir, dass das Oberlandesgericht dieser Argumentation folgen wird. Wir wünschen uns aber natürlich darüber hinaus, dass den TierschützerInnen auch bei den Beschwerden in Bezug auf die anderen Kritikpunkte recht gegeben wird.“

27.11.2025, Salzburg

Hungernde Tauben, fehlende Fakten

Stadt Salzburg verfügt über keinerlei Daten zu ihrer Taubenpopulation

27.11.2025, Wien

Spiridon II-Tragödie: VGT demonstriert gegen Horror-Tiertransporte auf Hoher See

Auch Rinder von österreichischen Milchbetrieben werden per Schiff in Drittländer exportiert

26.11.2025, Wien

Nach Aufdeckung: Totschnig hält Vollspaltenboden für „hohen gesetzlichen Standard“

Er sei zwar bestürzt über Handlungen in Schweinefabrik Hardegg, aber Schweinen ginge es auf Vollspaltenboden „gut“ – VGT-Protest zum Ministerrat am Ballhausplatz in Wien

26.11.2025, Wien

Einladung: morgen Donnerstag bis Sonntag 9. Österreichischer Tierrechtskongress in Wien

Etwa 350 Teilnehmer:innen aus dem deutschsprachigen Raum werden Beiträge von 73 Vortragenden hören; dazu gibt es eine Kunstausstellung „Animal Rights Art“

25.11.2025, Wien

Einladung: Demonstration gegen Tiertransporte auf Hoher See

VGT übt anlässlich der Tragödie auf der Spiridon II Kritik am Verschiffen lebender Tiere

24.11.2025, Wien

Vegan Planet Wien 2025: Rückblick auf die größte vegane Lifestyle-Messe Österreichs

Zwei Tage voll pflanzlicher Innovation, Genuss und Aktivismus – der VGT war mit dabei!

24.11.2025, Bad Goisern

Bad Goisern: Graffiti-Künstler Raffael Strasser malt flüchtenden Singvogel auf Häuserwand

Video zeigt die Kunstaktion – Fangsaison im oö Salzkammergut hat teilweise bereits letzten Sonntag geendet, teilweise endet sie morgen und spätestens kommenden Sonntag

21.11.2025, Wien

Tierversuche mit Fischen in Österreich – Teil 2

In mehreren Forschungsbereichen werden Tierversuche mit Fischen gemacht. Der VGT hat recherchiert.