Teilen:

Kohlmeise in Vogelfalle!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.10.2009)

Wien, 22.10.2009

Tierschutz-Patrouille stellt wieder 2 Singvogelfänger im oö Salzkammergut

Tierschutz-Patrouille stellt wieder 2 Singvogelfänger im oö Salzkammergut

Trotz Schneelage ab 900 m Seehöhe gingen jetzt wieder mehrere Tierschutzpatrouillen in das oö Salzkammergut, um illegale Vogelfänger zu finden und anzuzeigen. Oberhalb der Schneegrenze waren auch tatsächlich keine Vogelfänger zu finden, sehr wohl aber darunter. Am Bäckerberg und am Feichtenberg, beide nahe Gmunden, konnten 2 Vogelfänger in flagranti erwischt und angezeigt werden.

Bei einem der beiden ging vor den Augen der TierschützerInnen eine Kohlmeise in die Vogelfalle

Selbst nach der Artenschutzverordnung, die tierschutzgesetzwidrig für den Fallenfang von 4 Singvogelarten Ausnahmegenehmigungen nach dem Artenschutz vorsieht, ist der Fang von Kohlmeisen verboten. Das Tier war nichtsahnend gelandet, um Nahrung aufzunehmen, aber der vermeintliche Zweig entpuppte sich als Auslösemechanismus für eine Schnappfalle. Mit zwei Metallbügeln und einem Netz wurde die Kohlmeise zusammengequetscht. Die Falle befand sich auf einem Baum, dessen Wurzeln durch ein metallenes Scharniergelenk ersetzt waren. Nach Lösung der Arretierung konnte der Vogelfänger den Baum umlegen, um zu den Fallen zu gelangen. Allein an diesem Fangplatz sahen die TierschützerInnen ca. 100 Fallen und 5 Scharniergelenk-Bäume.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: „Die Vogelfänger geben sich als Tierliebhaber aus – und fangen Vögel in Fallen, die sie verletzen und in denen sie sich zu Tode ängstigen. Die Vogelfänger nennen sich aber auch Naturliebhaber – und sägen Bäume um, sodass sie mit Scharniergelenken versehen werden können. Und der Fang von Kohlmeisen ist dann offenbar „Kollateralschaden“. Für ein notwendiges Übel? Was, bitte schön, ist notwendig am Singvogelfang, sodass dafür soviel Leid und diese Flurschäden in Kauf genommen werden müssen?“

 

 

 

 

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren