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Helfen Sie mit: Initiative gegen Langzeittransporte von Tieren

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.03.2011)

Wien, 24.03.2011

Die Kampagne "8hours" wurde von der Tierschutzorganisation "Animals Angels" in enger Zusammenarbeit mit dem EU-Parlamentarier Jørgensen neu aufgelegt, um möglichst viele Menschen in der gesamten Europäischen Union zu erreichen



Die Kampagne "8hours" wurde von der Tierschutzorganisation "Animals Angels" in enger Zusammenarbeit mit dem EU-Parlamentarier Jørgensen neu aufgelegt, um möglichst viele Menschen in der gesamten Europäischen Union zu erreichen

Das erklärte Ziel: Bis Oktober 2011 eine Million Unterschriften gegen die Langzeittransporte zu sammeln, so dass dieses Anliegen bei den europäischen PolitikerInnen nicht mehr überhört werden kann

Die jetzige EU-Tiertransportrichtlinie beinhaltet kein Limit der erlaubten Transportdauer

Wenn die nötigen Ruhezeiten eingehalten werden, dürfen die Tiertransporte über Tage und tausende Kilometer durchgeführt werden. Und Millionen von Tieren leiden Jahr für Jahr unter den schrecklichen Bedingungen der langen Fahrten. Sie leiden unter Hunger und Durst, Hitze oder Kälte und enormen Stress, viele der Tiere überleben diese Anstrengungen nicht und sterben noch während der Fahrt.

So können Sie helfen:

>>Unterschreiben Sie die Online Petition<<

>>Unterschriftenlisten zum Ausdrucken<<


Das wissenschaftliche Komitee der EU für Tiergesundheit und Tierschutz hat bereits im Jahr 2002 eine Studie über das Wohlbefinden von Tieren während des Transportes (mit Details für Pferde, Schweine, Schafe und Rinder) herausgegeben. Auf 130 Seiten wird hier detailliert dargestellt, wie weit die Tiere unter den gesetzlichen Transportbedingungen leiden:

Indikatoren über das Wohlbefinden der Tiere während der Fahrt:

Wenn sich Tiere während des Tranportes nicht hinlegen ist das ein signifikantes Zeichen für eine zu unruhige Fahrt (starkes Bremsen, Beschleunigung, zu starke Kurven). Besonders Schweine leiden aufgrund dieser abrupten Bewegungen häufig zusätzlich an Brechreiz. Auch Rangkämpfe sind ein ernstzunehmendes Problem. Bei Rindern, die diese Kämpfe in natürlicher Umgebung ausführen, kommt es dabei zu keinen Verletzungen, da die unterlegenen Tiere genügend Platz zum Ausweichen haben. Treffen fremde Tiere auf einem so engen Raum wie einem Transporter zusammen, können Rangkämpfe fatale Folgen haben. Kämpfe während des Transportes wurden vor allem bei Rindern ab 6 Monaten und Schweinen festgestellt.

Körperliche Veränderungen

Eine erhöhte Herzschlagfrequenz ist ein direktes Anzeichen von Stress und Angst. So konnte bei Schafen eine extrem gesteigerte Herzfrequenz (160 pro Minute im Gegensatz zu 100) bei der Verladung gemessen werden, diese dauerte etwa 15 Minuten an. Während des Transportes blieb die Herzschlagfrequenz erhöht und dies mindestens für 9 Stunden.

Mortalität, Verletzungen

Die Sterblichkeitsrate während des Transportes macht das ganze Drama, das die Tiere hier erleiden müssen, deutlich. in den 1990er Jahren haben 0,7 % der Schweine den Schlachthof tot erreicht (Statistik aus Großbritannien und Holland). In diesen Ländern starben auch 0,4 % der Legehühner und 0,5 % der Masthühner unter den schrecklichen Bedingungen des Transportes. Bei den Legehennen wird sogar gelegentlich von einer 50 mal höheren Mortalitätsrate gesprochen. Viele der übrigen Hühner erreichen den Schlachthof mit gebrochenen Beinen.

Be- Entladung

Viele Studien zeigen, dass das Be- und Entladen zu den stressreichsten Situationen des Transportes gehören. Tiere, die bis dahin zu einem Leben ohne Bewegung verdammt waren, schaffen es nicht, steile Rampen emporzuklettern. Hinzu kommt die völlig neue Umgebung und teilweise auch die Angst wegen der unmittelbaren Nähe von Menschen. Um ein vielfaches verstärkt wird dieser Stress, wenn als Druckmittel den Tieren zusätzlich Schmerzen zugefügt werden. Schläge mit Stöcken, Elektroschockgeräten oder auch Schwanzumdrehen sind hier gängige Methoden, die Tiere zum Weitergehen bewegen zu wollen.

Empfehlungen:

    • Transporte sollten so kurz wie möglich sein
    • Die Transportzeiten müssen von der Beladung des erten Tieres bis zur Entladung des letzten Tieres gerechnet werden
    • Vor Beginn des Transportes sollen alle Tiere von einer verantwortlichen Person über ihre Transportfähigkeit untersucht werden, wenn der Transport länger als 8 Stunden dauern wird, sollte diese Untersuchung von einem Tierarzt durchgeführt werden
    • Jedem Tier hat so viel Platz zur Verfügung zu stehen, so dass es den Transport in einer angenehmen Position auch liegend verbringen kann

Den gesamten Report in englischer Sprache können Sie hier lesen

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