Teilen:

Keine Verbesserungen bei der Exotica in St. Pölten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.03.2012)

Wien, 13.03.2012

Am 4. März wurden wieder Tausende Wildtiere in Plastikbecher gesperrt und zur Schau gestellt

Am 4. März wurden wieder Tausende Wildtiere in Plastikbecher gesperrt und zur Schau gestellt

Die Stadt Wien hat bereits Auflagen für die Abhaltung von Reptilien- und Amphibienbörsen, die die Einhaltung der Bestimmungen des Tierschutzgesetzes konkretisieren, erlassen. Und kaum wird darauf geachtet, dass Gesetze auch umgesetzt werden, gibt es ein Abwandern dieser Börsen in die angrenzenden Bundesländer.

Dr. Karner, Veterinärdirektor des Landes Niederösterreich ließ den Verein Gegen Tierfabriken wissen, dass mittlerweile auch für das Land Niederösterreich Auflagen erstellt wurden, die bei genannter Börse das erste Mal zur Anwendung kommen sollten. Zu merken war davon leider reichlich wenig. Die AktivistInnen des VGT erblickten das gewohnt traurige Bild:

    • Tausende Tiere in kleinen Plastikbechern
    • Herumreichen von Tieren
    • Tiere waren weit nach Mittag immer noch in ihren Transportbehältnissen
    • Potentielle Fressfeinde wurden direkt nebeneinander ausgestellt
    • Ständig züngelnde Schlangen, ein eindeutiges Indiz, dass diese Tiere in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert sind, diese Tiere dürften nicht ausgestellt werden
    • Andauernde Fluchtbewegungen bei Echsen
    • Echsen, die sich gerade in der Häutung befinden, wurden ausgestellt
    • Beklopfen und Schütteln der Ausstellungsbehältnisse
    • Nachtaktive Tiere im grellen Scheinwerferlicht
    • Fehlende Informationen

Im Vorfeld zur Börse wurde darauf aufmerksam gemacht, dass gekaufte Tiere nur in thermostabilen Behältnissen abgegeben werden dürfen, daran gehalten haben sich in etwa lediglich 30 % der AusstellerInnen. Alle anderen Tiere wurden weiterhin in Pappkartonschachteln oder eben den Plastikbechern an die Leute weitergegeben, mit etwas Glück wanderten diese dann vor Verlassen der Börse unter die Winterjacken, die anderen wurden gedankenlos in Plastiksackerln einfach in die eisige Kälte getragen. Für wechselwarme Tiere kann dieser plötzliche Temperaturabfall mit schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden verbunden sein.

Unüberschaubares Artenspektrum

Das angebotene Artenspektrum nimmt bei diesen Börsen eine schier unüberschaubare Größenordnung an. Insekten, Weichtiere, afrikanische Weißbauchigeln und immer mehr Zehnfußkrebse werden zu diesen Börsen gekarrt. Dieses Ausmaß an verschiedensten Arten erschwert die Kontrolle der Amtstierärzte zusätzlich, auch ist es kaum möglich die jeweiligen Bedürfnisse und ggf. den Schutzstatus beurteilen zu können.


Der Verein Gegen Tierfabriken hat diese Gesetzesübertretungen ein weiteres Mal zur Anzeige gebracht.

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.