Teilen:

Was der Pferdefleischskandal uns lehrt!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.02.2013)

Wien, 22.02.2013

Ein Tabu für Pferdefleisch ist genauso vernünftig und nachvollziehbar, wie ein Tabu für Hunde- und Katzenfleisch

In England wurde Pferdefleisch in allen möglichen Fleischgerichten nachgewiesen, die als Rind- oder Schweinefleisch deklariert waren. In England aber, sind Pferde oft sehr geliebte Haustiere, die man in vielen Kreisen nie essen würde. In dieser Hinsicht ist England uns um Einiges voraus, gibt es doch zumindest in Wien noch einige Pferdefleischereien. Doch auch hier führte der Pferdefleischskandal zu berechtigtem Aufschrei, und zwar nicht nur wegen der falschen Deklaration.

In der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ belustigte sich der Chefredakteur in seinem Editorial über die Mimosenhaftigkeit der Menschen. Mein Gott, ob Rind, Schwein oder Pferd sei doch egal, Hauptsache es schmeckt. Das Tabu für Pferdefleisch in manchen Kreisen sei obsolet. Fleisch sei Fleisch. In ein ähnliches Horn stieß die Chefredaktion der Wissenschaftszeitung New Scientist. Man müsse die Frage rational angehen, und da könne man doch nicht ernsthaft zwischen Pferd und Rind unterscheiden. Tier sei Tier, Fleisch sei Fleisch, man solle einfach essen was nahrhaft ist und sich weder Gedanken machen, noch an das jeweilige Tier denken und es in Beziehung zu den eigenen Erfahrungen setzen.

Doch Menschen wären nicht Menschen, wären sie nicht auch zu Mitgefühl fähig. Und Mitgefühl ist keineswegs irrational, im Gegenteil, Mitgefühl setzt die Denkleistung voraus, sich in andere hineinversetzen zu können. Offenbar eine Denkleistung, die Kurier und New Scientist abgeht. Viele Menschen kennen Pferde, wie sie ihre Hunde und Katzen kennen. Viele Menschen haben mit ihren Pferden oft jahrzehntelange Beziehungen und lieben sie wirklich. Kein Wunder, dass die alljährlichen Pferdemärkte in Maishofen in Salzburg oft viel öffentliche Kritik hervorrufen. Pferde sind am besten Weg, wie Haustiere geliebt und wie geliebte Tiere von der menschlichen Gier nach Fleisch geschützt zu werden. Und das ist gut so.

Könnten Rinder und Schweine nicht auch zu geliebten Haustieren werden? Sicherlich, keine Frage. Doch der Schutz durch die menschliche Gesellschaft ist eine zarte Pflanze, die behütet und genährt werden muss. Dieser zunehmende Schutz der Pferde vor Ausbeutung und Missachtung, der durch den Pferdefleischskandal offenbar wurde, ist ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Statt sich über das Entsetzen jener Menschen, die plötzlich erkannten, Pferd statt Rind gegessen zu haben, zu belustigen, sollten wir auf dem Mitgefühl aufbauen, das sich in diesem Entsetzen offenbart. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein essentieller Teil des langen Weges zum Ende des Missbrauchs von Tieren.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

06.10.2026, Wien

Tierschutzlauf 2026 stellt Rekorde auf

Am Sonntag, 4. Oktober 2026 – dem Welttierschutztag – fand der 15. Tierschutzlauf auf der Prater Hauptallee statt. Bei bestem Wetter wurde ein neuer Besucher:innen- und Teilnehmer:innenrekord aufgestellt.

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!