Teilen:

Kriminalisierung der Zivilgesellschaft - Zwischen 278a und Nötigung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.09.2013)

Wien, 05.09.2013

Podiumsdiskussion zur Bedeutung des Tierschutzprozesses für Demokratie in Österreich, am 12. September 2013

Im Rahmen des ,,Tierschützerprozesses" wurde §278a Strafgesetzbuch - Bildung einer kriminellen Organisation- gegen AktivistInnen in Stellung gebracht. Letztendlich wurden sie in diesem Punkt frei gesprochen und der Mafiaparagraph ist in der letzten Parlamentssitzung vor dem Sommer entschärft worden.

Gleichzeitig wurde im Rahmen dieses Verfahrens Berufung von der Staatsanwaltschaft erhoben, weil das Erstgericht die TierschützerInnen auch hinsichtlich des Vorwurfs der Nötigung frei gesprochen hat. Das Oberlandesgericht (OLG) hat in seiner Entscheidung dieser Berufung Recht gegeben und den Freispruch aufgehoben.

Für zivilgesellschaftliche Proteste könnte dieses Urteil alarmierend sein. Das Gericht ist zum Schluss gekommen, dass ,,die Ankündigung von legalen Permanentdemonstrationen in einer Art und Weise, die geeignet ist, einem Unternehmen nicht unwesentliche Umsatzeinbußen zu bescheren, als gefährliche Drohung zu qualifizieren ist und daher Nötigung vorliegt".

Was bedeutet dieses Urteil? Werden zivilgesellschaftlicher Protest und NGO-Kampagnen damit kriminalisiert? Ist die Entscheidung richtig oder eine gefährliche Fehlentwicklung der Judikatur? Braucht es eine Gesetzesänderung? Das wollen wir diskutieren.

Nach einem kurzen Impulsreferat von
Petra Velten, Institut für Strafrechtswissenschaften

diskutieren
Josef Phillip Bischof, Rechtsanwalt
Martin Balluch, Verein gegen Tierfabriken
Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen

Wann: 19:00, 12. September 2013
Wo: HUB Vienna, Lindengasse 56, 1070 WIen

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See

27.08.2026, St. Pölten-Land

VGT lädt zu Demozug Protest vor Mastbetrieb

Desaströse Haltungsbedingungen, gewaltvoller Umgang, hungernde Tiere – der Fall der Horror-Mast im Bez. St. Pölten-Land hat viele Menschen erschüttert. VGT ruft zum Protest auf, um auf den akuten Handlungsbedarf aufmerksam zu machen.

26.08.2026, St. Pölten-Land

Horror-Mast: Tiere verhungern und Kontrollsysteme versagen

VGT konfrontiert Landwirt vor Betrieb und übt Kritik an den Behörden. Den Tieren vor Ort muss umgehend geholfen werden!