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Private Tierhaltungen: Manchmal an der Grenze zum Animal Hoarding

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.10.2014)

Niederösterreich, 02.10.2014

Die private Massentierhaltung ist ein beliebtes Hobby. Manche TierhalterInnen sind allerdings schnell überfordert, wenn die Grenzen zwischen Nutztierhaltung, Tierverkauf und Tierzucht zu Ausstellungszwecken verschwimmen. In einem aktuellen Fall musste ein bekannter Sittich-Züchter aus dem Bezirk Krems angezeigt werden.

Ein anonymer VGT-Informant fand im Internet die Website des Züchters, der dort mehrere Sittiche, Kakadus und Hühner zum Verkauf anbot. Bei einem vorher angemeldeten Lokalaugenschein war der Tierfreund nicht nur über die Haltungsbedingungen der Papageienartigen entsetzt: Der Vogelzüchter hortete in verschiedenen Schuppen neben Dutzenden Sittichen und anderen Vögeln noch haufenweise Kaninchen in dunklen, zu kleinen Boxen. Bei vielen Tieren erfüllten die Behältnisse nicht die Anforderungen der entsprechenden Tierhaltungsverordnungen.

Ebenso wurden am Hof zwei Ponystuten mit massiv zu langen Hufen gefunden. Ein Pony war schwanger und gesetzeswidrig angebunden. Die Anbindung sei deshalb erfolgt, weil das Pony einer fohlenführenden Stute die Muttermilch weggetrunken habe, so die lapidare Begründung des Tierzüchters, das Tier werde nun bald geschlachtet werden.

Schließlich besaßen die Equiden keinen vorgeschriebenen Pferdepass. In Zeiten von Tierseuchen und Pferdefleischskandal eine inakzeptable Praxis.

Der VGT hat eine kurze Sachverhaltsdarstellung an die zuständige Bezirksbehörde, sowie die Tierschutzombudschaft Niederösterreich übermittelt.

Dank der Intervention durch den VGT wurde die Tierhaltung mittlerweile überprüft und dem Tierhalter Verbesserungsmaßnahmen aufgetragen!

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