Teilen:

Welt-Ei-Tag am 10.10.2014: Tierleid durch industrielle Eiproduktion

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.10.2014)

Wien, 09.10.2014

In Österreich werden jährlich etwa 9 Millionen männliche Küken am 1. Lebenstag getötet. Die Mast der auf Legeleistung hochgezüchteten Hybridtiere lohnt sich nicht, daher müssen sie aus rein wirtschaftlichen Gründen sterben.

In Österreich werden jährlich etwa 9 Millionen männliche Küken am 1. Lebenstag getötet. Die Mast der auf Legeleistung hochgezüchteten Hybridtiere lohnt sich nicht, daher müssen sie aus rein wirtschaftlichen Gründen sterben.

Durch den engagierten Einsatz des Vereins Gegen Tierfabriken (VGT) ist die Käfighaltung bei Legehühnern seit 2009 in Österreich verboten. Für den Tierschutz ist das ein großer Meilenstein, da in den meisten Ländern weiter Käfighaltung betrieben wird. ,,Aufpassen muss man jedoch nach wie vor bei verarbeiteten Produkten, denn der Import von Käfigeiern nach Österreich ist nicht verboten. So finden sich Käfigeier immer noch in vielen Teig- und Backwaren, Mehlspeisen und anderen Lebensmitteln. Eine spezielle Kennzeichnung der verarbeiteten Käfigeier ist nicht verpflichtend!" bemerkt Edith Sichtar vom Verein Gegen Tierfabriken.

Doch egal ob Käfig-, Boden-, oder Freilandhaltung; in der industriellen Eiproduktion haben alle Haltungsformen ein zentrales Problem. Um möglichst kostengünstig und profitabel produzieren zu können, hat sich der Trend zu hochgezüchteten Hybridrassen durchgesetzt, die genetisch auf maximale Legeleistung optimiert sind. Da männliche Hühner aber keine Eier legen und für die Fleischmast viel leistungsfähigere Mastrassen existieren, werden täglich bis zu 25.000 Hahnenküken an ihrem ersten Lebenstag bei lebendigem Leib vergast oder zerhäckselt. Jährlich sterben 9 Millionen Küken, das sind mehr Tiere als Österreich Einwohner hat.

Diese Praktik, die aus rein wirtschaftlichen Gründen geschieht, ist ethisch sowie rechtlich hoch problematisch, da sie genau betrachtet, dem österreichischen Tierschutzgesetz widerspricht und somit illegal ist. Das Gesetz verbietet es nämlich Wirbeltiere mutwillig zu töten, sofern kein ,,vernünftiger Grund" vorliegt.

Deutschland zeigt sich in diesem Bereich als Vorbild, denn in Hessen sowie in Nordrhein-Westfalen wurde nun die systematische Tötung männlicher Eintagsküken aus der Legehennenproduktion verboten. Für die Tötung konnte von der Staatsanwaltschaft kein ,,vernünftiger Grund" gefunden werden.

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum „Muttertag“

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.