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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.04.2016)

Wien, am 19.04.2016

Ein Frühjahrsputz mit reinem Gewissen!

Meerschweinchen Oskar sitzt zusammengekauert in einem winzigen Käfig und leidet unter unsagbaren Schmerzen. Ein Mensch kommt, um ihn aus dem Käfig zu nehmen. Doch diese Person erlöst ihn noch lange nicht von seinen Leiden, sondern fügt ihm noch mehr Schmerzen zu.

Egal welches Tierschicksal man im Bereich der Tierversuche auch beleuchtet, jedes Tier ist während der Versuche unglaublichen Qualen ausgesetzt und wird danach „entsorgt“, als wäre es ein Wegwerfprodukt. Anlässlich des Weltversuchstiertages am 24. April möchten wir die aktuelle Situation in Bezug auf Putz- und Waschmittel, die in den meisten Haushalten zu finden sind, beleuchten:

Fest steht, dass für jeden Rohstoff in Putz-, Reinigungs- und Waschmitteln, irgendwann ein Test mittels Tierversuch durchgeführt wurde. 

Am 11. März 2013 endete die Übergangsfrist, die bei der EU-kosmetikrechtlichen Bewertung von Inhaltsstoffen für drei Sicherheitsaspekte, so genannte Endpunkte, einen Tierversuch außerhalb der EU noch zuließ. Seit diesem Datum sind Tierversuche für alle kosmetischen Rohstoffe verboten. Dies ist ein großer Erfolg für die Tierschutzarbeit, obwohl es noch immer Schlupflöcher gibt. Die Bestimmung vom Jahr 2013 ist aber so umfassend, dass hauptsächlich an den mangelnden Kontrollen Kritik zu üben ist. Diese Grundlage gilt aber auch nur für Kosmetikprodukte. Nicht verboten sind Tierversuche für Reinigungsmittel, Wandfarben und alle weiteren (Haushalts-)chemikalien!

Wenn ein neuer Rohstoff, der auf den Markt kommt, unter das Chemikaliengesetz fällt, so muss dieser immer an Tieren getestet werden. Dies besagt auch die REACH Verordnung, die Unternehmen dazu verpflichtet, mit bestimmten Standards für die menschliche Gesundheit zu sorgen und das Umweltwohl einzuhalten. Doch Tierversuche bieten keinen Schutz vor giftigen Substanzen – im Gegenteil. Irreführende Tierversuchsergebnisse haben immer wieder dazu geführt, dass die Gefährlichkeit von Stoffen nicht oder zu spät erkannt wurde. Dabei gibt es schon genügend Alternativen, beispielsweise können in vitro Tests basierend auf menschlichen Zellen durchgeführt werden. Außerdem wird bereits mittels künstlichem Hautgewebe, nachgebauten menschlichen Immunsystemen und einer 3-D in vitro Leber geforscht. Wenn man die chemische Rohstoffentwicklung nicht ablehnen möchte, bleibt nur die Möglichkeit alternative Testmethoden zu fördern. 

Möchte man auf Nummer sicher gehen und Tierversuche, sowie zusätzlichen Verpackungsmüll vermeiden, kann man Reinigungsmittel auch leicht selber herstellen.

Efeu-Waschmittel

Zutaten:

  • 60g zerkleinerte Efeu-Blätter

  • ½ L Wasser

  • 1 TL Waschsoda

Zubereitung:

Efeu und Waschsoda in einen Topf geben und mit siedendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist, füllt man sie in ein steriles Einmachglas ab.

Verwendung:

Als Waschmittel werden 200ml in das Spülmittelfach durch ein Sieb geleert. Als Spülmittel reichen 2 Tassen pro Spülbecken. Das Efeu-Waschmittel sollte immer frisch verwendet werden.

Rosskastanien-Waschmittel

Zutaten:

  • ca. 10 Rosskastanien

  • ½ L Wasser

Zubereitung:

Kastanien mit einem Hammer zerschlagen und mit dem Wasser vermischen. Etwa 8 Stunden stehen lassen, danach leert man die Flüssigkeit durch ein Sieb in das Waschmittelfach. Das Rosskastanien-Waschmittel sollte immer frisch verwendet werden.

Spülmittel speziell für den Geschirrspüler

Zutaten:

  • 1 Teil Zitronensäure

  • 4 Teile Soda

  • 1 Teil Spezialsalz für Spülmaschinen

Zubereitung:

Alle Zutaten gut vermischen. 1 Teelöffel des Pulvers in das Geschirrspülmittelfach geben.

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