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Erschütternde Fotos und Filme aus Kaninchenzuchtanlage für Tierversuche!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.07.2016)

Wien, 02.07.2016

Die Tiere befinden sich in Käfigbatterien, die für Fleischkaninchen längst verboten wurden – weiterhin keinerlei Einschränkung von Tierversuchen durch Tierschutzbedenken

Im Jahr 2007 wurde das Verbot der Käfighaltung von Kaninchen beschlossen, seit 2012 ist es überall in Österreich umgesetzt. Außer bei Kaninchen für Tierversuche. Für diese wurde natürlich eine Ausnahme erlassen, wie könnte es anders sein, sind Tierversuche ja von so einer politisch und wirtschaftlich mächtigen Lobby geschützt, dass dort absolute Narrenfreiheit herrscht. Tierschutz ist für die Tierversuchsindustrie ein Fremdwort. Und so verwundert es nicht, dass nun aktuelle Fotos und Filme aus einer Kaninchenzucht für Tierversuche in Niederösterreich aufgetaucht sind, die die Tiere eingepfercht in Käfigbatterien zeigen, wie man sie in Österreich schon lange nicht mehr kennt. Bei Tierversuchen gehen eben die Uhren anders.

In Österreich werden jährlich etwa 10.000 Kaninchen in Tierversuchen missbraucht, der Großteil davon für die Qualitätskontrolle von erzeugten Chemikalien, aber auch für die Anwendung von Wundsalben, wenn z.B. einige Kaninchen mit kochendem Wasser verbrüht und dann „behandelt“ werden. Die Kaninchen aus der Käfighaltung werden regelmäßig an die Forschungsstelle Himberg der Medizinischen Universität Wien geliefert. Dort züchtet man Versuchstiere verschiedener Arten, insbesondere in Spezialzüchtungen unter pathogenfreien Bedingungen, es werden aber auch Tierversuche durchgeführt.

VGT-Obmann Martin Balluch ist Mitglied in der Bundestierversuchskommission: „Es ist wieder einmal unfassbar, dass eine Haltungsform, die in der Fleischproduktion längst als Tierquälerei verboten ist, bei Versuchstieren unverändert weiter erlaubt bleibt. Tierversuche sind auf allen Ebenen der Kontrolle entzogen, es sind gesetzlich keine Kommissionen verpflichtend, die über die Zulässigkeit von Tierversuchen abstimmen, und es wurde von Wissenschaftsminister Mitterlehner die großartige Idee eines Kriterienkatalogs für die objektive Schaden/Nutzen-Abwägung für Tierversuche vollständig nivelliert. Ab 23. Juni 2016 hätte laut Tierversuchsgesetz ein Kriterienkatalog für alle Genehmigungsanträge für Tierversuche verpflichtend vorgeschrieben sein müssen, aber leider hat man diese Idee mit einer unserer Auffassung nach verfassungswidrigen Verordnung ausgehebelt. Tierversuche bleiben vom Tierschutzgedanken völlig unberührt, wie man an den aktuellen Bildern einer Versuchskaninchenzucht in Käfigbatterien sieht!“

Alle Fotos & Videos und unsere aktuelle Petition gegen Tierversuche finden Sie hier: www.vgt.at/stopptierversuche

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