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Fleischskandal: Haltungsskandal nicht vergessen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.12.2016)

Bregenz, 14.12.2016

VGT nach Aufdecker-Skandal erleichert über weitgehende Zustimmung

Der vom VGT aufgedeckte Fleischskandal hat österreichweit aber auch über die die Grenzen hinweg für Aufsehen und Empörung gesorgt. Es wurden mehrere Probleme offensichtlich. Etwas aus dem Fokus gerückt sind jedoch die fürchterlichen Haltungsbedingungen, auf die explizit hingewiesen werden soll!

Österreich-Deutschland-Schweiz

Weite Kreise zieht der vom VGT aufgedeckte Fleisch-Skandal. Medienanfragen aus den genannten Ländern beweisen die Relevanz dieses Skandals. Schweine aus einer deutschen Massentierhaltung gelangten über illegal-durchgeführte Tiertransporte in Metzgereien, die das Fleisch dort als Österreichisches anboten, teilweise sogar explizit die Tierfreundlichkeit der Herkunft betonten.

Tierleid aufdecken und ins Bewusstsein bringen

"Die grauenhaften Bilder aus den beiden deutschen Massentierhaltungen schockieren uns alle!", sagt David Richter vom Verein gegen Tierfabriken. "Aber erschreckend ist ebenso die Erkenntnis, dass es in mindestens 90 % der österreichischen Schweinehaltungen ähnlich aussieht!" Schweinehaltungen in Oberösterreich, Niederösterreich oder der Steiermark sehen überhaupt nicht so aus, wie sich ein Großteil der KonsumentInnen das vorstellt!"

Die Haltungsbedingungen bei Schweinen unterliegen dem EU-Mindestniveau, artgemäße Haltunsformen sind in Österreich Mangelware.

"Wir fordern eine Kennzeichnungspflicht auch nach Haltungsart!" betont David Richter. "Hinter der rot-weiß-roten Österreich-Schleife verbirgt sich meist Tierquälerei, die erschreckenderweise legal ist. Das ist der besondere Skandal - dass die Normalität ebenso ein Graus ist!"

Wird das Fleisch nach Haltungsart gekennzeichnet, wird das eine Änderung im Verkaufsverhalten bringen. So wie dies auch bei der Kennzeichnung von Hühnereiern geschehen ist. Der Konsument und die Konsumentin entscheidet mit dem Geldbörsel über die Realität in der Landwirtschaft, aber der Gesetzgeber soll verhindern, dass weiterhin Detektivarbeit notwendig ist, an Informationen über die Haltungsart zu kommen.

Deshalb rufen wir alle KonsumentInnen dazu auf, die Forderung nach Kennzeichnung zu unterstützen und die VGT-Petiton auf fleischherkunft.at zu unterzeichnen!

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