Teilen:

Verstoß gegen die Katzenkastrationspflicht: Babys auf Bundesstraße entsorgt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.06.2017)

Wien, 20.06.2017

Fünf ungewollte Katzenbabys wurden auf einer Bundesstraße „entsorgt“ und ihrem Schicksal überlassen. Ein Verstoß gegen die Kastrationspflicht liegt nahe.

Vor einigen Tagen wurden dem Tierparadies Schabenreith drei Katzenkinder übergeben, die offenbar auf einer Bundesstraße „entsorgt“ worden waren. Eines der Kätzchen hatte einen gebrochenen Schwanz und Oberschenkelhals, ein viertes war bereits durch einen Autounfall verstorben, das fünfte war von einer anderen Person gefunden worden. Einige Tage später meldete sich der angebliche Tierhalter der Kitten und behauptete, die Babys wären ohne ihre Mutter die zwei Kilometer zur Bundesstraße allein gelaufen. Das Tierparadies ging bis zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Kätzchen bewusst auf die Straße gesetzt worden waren und ein Verstoß gegen die Kastrationspflicht vorliegt. Nach Anzeige bei der Behörde wurde dem Tierhalter offenbar nachträglich eine Zucht bewilligt, wodurch die Vermehrung der Katzen legal wurde, anstatt die illegale Vermehrung zu bestrafen. Das Tierparadies wurde dazu aufgefordert, die Kätzchen zurück zu geben, andernfalls werde gegen den Gnadenhof vorgegangen. Anstatt also gegen die illegal vermehrten Katzen und die Tierquälerei durch das vermeintliche Aussetzen der Tiere vorzugehen, wird dem Tierschutzverein gedroht, der den Tieren helfen wollte.

Was bedeutet die Katzenkastrationspflicht?

In Österreich müssen alle Freigängerkatzen kastriert werden. Ursprünglich waren Katzen aus bäuerlichen Haltungen von der Kastrationspflicht ausgenommen, nach harten Protesten von Seiten des Tierschutzes wurde diese Ausnahme allerdings im April 2016 wieder aufgehoben. Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes (im April in Kraft getreten) wurde die Kastrationspflicht allerdings wieder aufgeweicht. Durch eine Ausweitung des Zuchtbegriffs ist es nun noch einfacher möglich, seine Katzen als Zucht anzumelden, wodurch man sie dann auch vermehren darf. Dies bietet gerade für Bauernhofkatzen ein Schlupfloch, welches den HalterInnen ermöglicht, sich das Geld für die Kastration ihrer Katzen zu sparen.

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit - Wer versteckt die "Versuchstiere"?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.