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Kälbermasten in Italien

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.11.2017)

Wien, 04.11.2017

Jährlich werden etwa 1,5 Mio. Milchkälber aus allen Ländern der EU nach Italien importiert. Großbetriebe mit bis zu 10.000 Tieren haben sich auf die Mast von Milchkälbern spezialisiert. Der Umstand, dass die Haltung in Italien weniger strengen Auflagen unterliegt wie in Österreich macht das Geschäft noch lukrativer. Doch die Bedingungen vor Ort sind als skandalös zu bezeichnen.

In großen, oft fensterlosen Hallen werden die Kälber die ersten Wochen in Einzelboxen untergebracht. Mit ihren kleinen Klauen rutschen sie immer wieder in die Spalten ab mit denen der Boden durchzogen ist. Eine weiche Unterlage, Stroh oder Heu gibt es nicht.

Ein schrecklicher Verdacht

Hinter einer Masthalle, in der Kälber aus Vorarlberg untergebracht sind, steht eine große Kadavertonne, daneben lehnt ein Vorschlaghammer. Fälle aus der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass kranke und schwache Tiere erschlagen werden.

Fotos

  • Die Kälber rutschen mit ihren Klauen in die Spalten der abgenutzten Holzspaltenböden.
  • Die Hallen sehen oft heruntergekommen aus - und auch in diesem Beispiel gibt es keine Fenster.
  • Italienische Kälbermasten sind oft riesig. Manche für bis zu 10.000 Kälber ausgelegt.
  • Auf einer Wiese springen Kälber meist vergnügt umher. Eine Langzeitaufnahme zeigt, dass sich die Kälber in den Hallen kaum bewegen.
  • An den Ohrmarken erkennt man, dass hier regelmäßig Kälber aus ganz Europa angeliefert werden. Dieses Kalb stammt aus Belgien.
  • Der Hammer neben einer Kadavertonne lässt erahnen wie hier mit schwachen und kranken Tieren verfahren wird.

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