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Sieg für den Tierschutz: Keine Stierkämpfe in Belarus

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.04.2018)

Wien, 13.04.2018

Der spanische Reiseunternehmer „PIS TOUR“ hatte geplant, Stierkämpfe nach Belarus (Weißrussland) zu bringen. Tierschützer_innen konnten diese wahnwitzige Idee gerade noch verhindern.

Stierkämpfe sollten das neue In-Event in Belarus werden. Sie sollten zwar unblutig verlaufen, tierleidfrei wären sie deswegen aber noch lange nicht gewesen. Die Stiere sollten extra für die Vorführung in Belarus in engen Containern dreieinhalb Tausend Kilometer weit von Spanien transportiert und genauso weit wieder zurück gebracht werden, wie die Ersteller der Petition „We can‘t allow corrida in Belarus“ berichteten. Das ist eine Strecke von mindestens vier Tagen pro Richtung, die Grenzwartezeiten noch nicht einberechnet. Die Lange Fahrt und die Hitze, die unweigerlich in solchen Containern entsteht, hätte eine unglaubliche Belastung für die Tiere dargestellt und es ist davon auszugehen, dass eine artgemäße Versorgung der Tiere während der Fahrt nicht gewährleistet gewesen wäre.

Effekt auf Kinder

Zusätzlich zum Tierleid hatten die Tierschützer_innen große Bedenken über die Wirkung der Vorführungen. Am Ende jeder Show sollte laut dem Veranstalter eine Unterhaltung für Kinder folgen, Holztiere auf Rädern hätten in die Arena gebracht werden sollen, damit Toreros den Kindern professionelle Tricks beibringen können. Durch Aktionen wie diese werden Kindern völlig falsche Werte vermittelt und die grausamen Stierkämpfe als etwas Normales und Unterhaltsames dargestellt, was man gerne nachmachen möchte und gutheißen kann. Dabei wäre es viel wichtiger, Kindern das artgemäße Leben von Tieren, etwa durch Dokumentationen oder Besuchen auf Gnadenhöfen, vorzuführen.

Tierqual stoppen bevor sie entsteht

Tierschützer_innen äußerten deswegen ihre Bedenken und fanden bald große Unterstützung in der Bevölkerung. Die Petition gegen die Stiefkämpfe hatte großen Erfolg. Tausende Menschen haben sich in kürzester Zeit dem Protest gegen diese Tierausbeutung angeschlossen. Mit Erfolg: Die Behörden von Belarus haben nun ein Verbot gegen Stierkämpfe ausgesprochen. Ein großer Sieg für den Tierschutz in Belarus!

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