Teilen:

Kaninchen-Leid für Pyrogentests

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.04.2018)

Graz, 23.04.2018

Aktion zum Welttag-gegen-Tierversuche: Obwohl es rechtlich anerkannte und sogar zuverlässigere Methoden zur Überprüfung auf Pyrogen-Verunreinigungen ohne Tierversuch gibt, werden immer noch tausende Kaninchen jährlich für diese Tests benutzt.

Anlässlich des Welttags-gegen-Tierversuche am 24. April demonstrierten Aktivist_innen vor der Universität Graz. Unzählige Studierende, Uni-Mitarbeiter_innen, Dozent_innen und andere Passant_innen zeigten sich erschüttert über die Bilder der für die Tests in kleine Boxen gepferchten Kaninchen. Dass es bereits seit 2010 eine in der EU rechtlich zugelassene Methode ohne Tiernutzung gibt, den Monozyten-Aktivierungstest mit menschlichem Blut (MAT)3, war vielen nicht bekannt. „Im Studium haben wir nur die Kaninchen-Tests und Tests mit Pfeilschwanzkrebsblut kennengelernt,“ erzählte eine Studentin. „Wer in unserem Studium gegen Tierversuche ist, wird „gelyncht“,“ schildert ein Molekular-Biologie-Student drastisch.

Tierversuche sind in Österreich trotz Genehmigungspflicht quasi überhaupt nicht eingeschränkt. „Obwohl das Tierversuchsgesetz1 ganz klar sagt, dass Versuche an Tieren unzulässig sind, wenn es rechtlich zulässige und wissenschaftlich zufriedenstellende Alternativen gibt, werden die Pyrogentests an Kaninchen weiterhin genehmigt,“ erklärt Aktivistin Lena Remich. „Wir fordern deswegen ein Verbot jener Tierversuche, für die es solche anerkannten Alternativen gibt. Wir fordern ein Verbot von Pyrogentests an Kaninchen, so wie es das Tierversuchsgesetz eigentlich vorsieht. Wissenschaftlicher Fortschritt darf nicht an veralteten Methoden, wie dem überholten Kaninchen-Test, hängen bleiben – es wird Zeit, dass wir das viel zu oft nicht aussagekräftige Tiermodell hinter uns lassen.“

Der VGT sammelt Unterschriften gegen die überflüssigen Pyrogentests an mehr als 13.000 Kaninchen jährlich: Stopp Pyrogen-Tests!


1) Tierversuchsgesetz 2012
2) Tierversuchsstatistik 2016
3) Studie zum MAT aus 2009

 Artikel über den MAT oder IP-Test in "Medizin & Technik"

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.

14.04.2026, Wien

Wiener Vegan Ball 2026

Am 11. April hieß es wieder „Alles Walzer!“ im Hilton Vienna Park.

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!